Petition verlangt 350 Millionen Franken für Sicherheit von Frauen
350 Millionen Franken für die Sicherheit der Frauen vor Gewalt, und zwar jetzt: Das ist die Forderung einer Petition, die am Montag mit über 21'400 Unterschriften bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht wurde.
Der Bundesrat müsse endlich genügend Ressourcen für die Bekämpfung von geschlechtsbezogener Gewalt einsetzen, lautet die Forderung der Bittschrift. Eingesetzt werden soll das Geld für einen besseren Schutz vor Gewalt, für konsequente Strafverfolgung und Prävention.
Hinter der Petition stehen über 90 Nichtregierungsorganisationen, Fachorganisationen, Kollektive, Gewerkschaften und Parteien, wie Brava – vormals Terre des Femmes – zur Petitionsübergabe schrieb.
In den ersten drei Monaten dieses Jahres seien in der Schweiz elf Frauen getötet worden, doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum (2024), schrieb Brava. Derweil bleibe die Umsetzung der von der Schweiz 2018 ratifizierten Istanbul-Konvention mangelhaft, kritisieren die Petitionäre und Petitionärinnen.
Frauenhäuser hätten zu wenig Geld. Es gebe zu wenige Beratungsangebote, und auch die politischen Massnahmen reichten nicht. Frauen müssten gehört, geschützt und ernst genommen werden. Geschlechtsbezogene Gewalt sei ein gesamtgesellschaftlicher Notstand.
Der Bund will in den nächsten Jahren gegen geschlechtsspezifische Gewalt vorgehen und bei der Ursachenbekämpfung, Weiterbildung und beim Schutz vor sexualisierter Gewalt ansetzen. Bis 2026 sollen «substantielle Fortschritte erzielt werden», wie Innenministerin Elisabeth Baume-Schneider im vergangenen November sagte.
Damals wurde auch bekannt, dass voraussichtlich ab November 2025 eine rund um die Uhr verfügbare, zentrale und kostenlose Notfallnummer für Gewaltbetroffene in Betrieb gehen wird.