Kirsty Coventry zur ersten IOC-Präsidentin gewählt
Kirsty Coventry wird erste Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Die Sportministerin aus Simbabwe tritt die Nachfolge des nach zwölf Jahren abtretenden Deutschen Thomas Bach an.
Mit Kirsty Coventry traf die 144. IOC-Vollversammlung in Griechenland gleich eine doppelt historische Wahl: Die Schwimm-Olympiasiegerin von 2004 und 2008 ist nicht nur die erste Frau an der Spitze des IOC, sondern auch das erste IOC-Mitglied aus Afrika, das die olympische Dachorganisation in seiner 130-jährigen Geschichte anführen wird.
Der scheidende Präsident Thomas Bach (71) konnte nach zwölf Jahren und zwei Amtszeiten nach den Regeln der olympischen Charta nicht mehr wiedergewählt werden. Coventry setzte sich gegen sechs Mitbewerber durch, allesamt Männer. Als Mitfavoriten galten zuvor der britische Leichtathletik-Weltverbandschef Sebastian Coe (68) und der Spanier Juan Antonio Samaranch jr. (65), Sohn eines früheren IOC-Präsidenten. Coventry stand überraschenderweise schon nach dem ersten Wahlgang als neue Präsidentin fest.
Beim Votum hinter verschlossenen Türen erhielt Coventry am Ende die notwendige absolute Mehrheit der Stimmen. Die Sportministerin von Simbabwe war vorab als Bachs Wunschkandidatin gehandelt worden. Es wird damit gerechnet, dass sie die sportpolitischen Linien des Unterfranken weitgehend fortsetzen wird. «Wir sind verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Stilen», sagte Coventry vor ihrer Wahl.