Hoch und weit gesprungen im 2024
Wer springt am höchsten? Wer springt am weitesten? In der March hat es ein paar, die das gerne wissen wollten und sich deshalb den entsprechenden Disziplinen verschrieben haben. Eine begeisterte Hochspringerin ist Alessia Schwyter aus Galgenen. Die 19-Jährige sagte mal, es sei die eigene Technik jeder Athletin, die sie fasziniere. Und dass die Resultate mit nur einem Bein erzielt werden können.
Ihre Saison begann holprig und lief dann nicht, wie sie sich das erhofft hat-te. Zwar konnte die Galgenerin mit zufriedenstellenden Hallenwettkämpfen starten. Doch Ende Februar verletzte sie sich bei einem Wettkampf am Knie. Diagnose: Kreuzbandriss. Folge: ein längerer Trainingsunterbruch und anschliessende Gelenkstabilisierung mithilfe von Physiotherapie. Ende Mai konnte sie wieder mit dem Training beginnen. «Ich habe mich sehr gefreut, wieder ohne Schmerzen springen zu können.»
Keine gute SM
«An der SM lief es leider gar nicht nach meinen Vorstellungen. Ich war sehr enttäuscht.» Dennoch gab es ein High-light in dieser Saison. «Dass ich trotz der Verletzung, einige zufriedenstellende Wettkämpfe absolvieren konnte und immer an mich selbst geglaubt habe.» Für 2024 sind die Wettkämpfe vorbei. Nun folgt erst mal Erholung. Anfang November beginnt das Winter-training. Da versucht sie dann, sich bestmöglich auf die kommende Saison vorzubereiten. Technik optimieren, Schnellkraft ausbauen, Stabilität und Kraft trainieren. «Das Wintertraining ist jedes Jahr sehr intensiv und ich freue mich darauf, an mein Limit zu gehen», so Schwyter.
Für das Leichtathletikjahr 2025 hat sie grosse Ziele. Vor allem: eine erfolgreiche und verletzungsfreie Saison und weiterhin viel Motivation. «Vom TSV Galgenen haben wir Grossanlässe, wie das ETF und die Kantonale Vereinsmeisterschaft. Die möchten wir bestmöglich absolvieren.» Die 19-Jährige hat es sich vor allem zum Ziel gesetzt, wieder an ihre Bestleistungen zu gelangen, sie allenfalls zu verbessern.
Ein gutes 2024
Ebenfalls in Galgenen lebt Weitspringer Diego Schärli (22). Im Frühjahr hat-te er eine Qualifikation für die Schweizermeisterschaft im Weitsprung als Ziel formuliert. «Wenn es irgendwie möglich ist, will ich in dieser Saison die 7-Meter-Marke knacken», sagte er damals. Er freue sich vor allem auf die kantonalen Einkampfmeisterschaften und die U23-SM im August. Insgesamt standen etwa ein Dutzend Wettkämpfe auf dem Programm. Das Schöne an der Leichtathletik für Schärli: «Dass die Leistung sehr oft tagesabhängig ist. Einmal erziele ich ein besseres Ergebnis, ein anderes Mal jemand anders.» Nun zieht er ein positives Saisonfazit. «Das Jahr 2024 lief sehr gut. Ich konnte das Ziel im Weitsprung mit Erreichen der SM-Limite erreichen. Ein weiteres Highlight war der 4. Platz an der U23-SM im Hochsprung. Meine Weite waren 1,95 Meter.» Ausserdem konnte er die 2 Meter überspringen und erreichte damit eine neue persönliche Bestleistung. Aber bei alledem sagt er einschränkend: «Leider hatte ich während der Sommersaison mit Kniebeschwerden zu kämpfen, wodurch ich das Krafttraining jeweils ausliess. »
Aufbau und Aufholbedarf
Wettkampfmässig steht 2024 nichts mehr an, jedoch beginnen für Schärli nun wieder das Indoortraining und der Aufbau für die Sommersaison 2025. Konkret: «Offiziell beginnen wir erst im November mit dem Wintertraining, jedoch werde ich bereits jetzt wieder regelmässig ins Gym gehen für den Muskelaufbau.» Im Winter setzt der Leichtathlet konkrete Schwerpunkte. «Weiterhin der Kraftaufbau, sowie Ausbau der Kraftausdauer. Ich werde mich da besonders auf die Rumpfstabilität konzentrieren.» Im Hochsprung allerdings ist Kraft nicht alles. Entscheidend ist auch die Technik. «Da besteht bei mir besonders im Hochsprung noch Aufholbedarf», so Schärli. Seine Ziele für 2025 sind ambitioniert. Erstmals ist er bei den Aktiven. «2025 wird mein erstes Jahr bei der aktiven Leichtathletik sein. Ich bin gespannt, wo die Reise hingeht. Meine Ziele liegen vor allem im Weitsprung sowie im Hochsprung. Im Weitsprung möchte ich weiterhin meine persönliche Bestleistung steigern und mich der 7 m-Marke nähern.» Im Hochsprung sei das Ziel, die 2 m erneut zu erreichen oder vielleicht noch etwas höher zu springen.
Explosiv- und Maximalkraft
Ein weiterer Hochspringer aus der Region ist Jan Drabik (18) aus Lachen, aktiv beim KTV Altendorf. Im Frühjahr waren die U20-Weltmeisterschaft in Lima und eine Medaille an der Schweizer Meisterschaft seine Ziele. Lima wäre das Highlight der Saison gewesen, Voraussetzung allerdings, dass er im Verlauf der Outdoorsaison die Limite von 2,13 Meter überspringt. Es fehlten fünf Zentimeter.
Aber dann war da noch die SM. «Zu den Highlights 2024 zählen die Silbermedaille an der aktiven Schweizermeisterschaft, sowie das Verteidigen der SM-Nachwuchstitel im Hochsprung in- und outdoor.» Auch für Drabik ist die Saison jetzt gelaufen. Keine Wettkämpfe mehr. Deshalb gönnt er sich ein wenig Pause, bevor der Aufbau für die Indoor-Saison beginnt. Mitte Oktober startet das Wintertraining. Die Schwerpunkte? «Die Explosiv- und Maximalkraft für die kommende Saison steigern, damit ich die Anlaufgeschwindigkeit erhöhen und den dabei vorhandenen Kräften optimal standhalten kann.» Sein Ziel für das Leichtathletikjahr 2025 ist klar: die Qualifikation für die U20-Europameisterschaften.
Unter den Leichtathleten in der Region hat es auch Springerinnen und Springer. Mit drei von ihnen haben wir über ihre Saison gesprochen. Das Ergebnis: gemischte Gefühle.
«Ich habe immer an mich selbst geglaubt.»
Alessia Schwyter
Hochspringerin
«Das Jahr 2024 lief für mich sehr gut.»
Diego Schärli
Weitspringer
«2025 wird mein erstes Jahr bei der aktiven Leichtathletik sein.»
Diego Schärli
Weitspringer
«Die Explosiv- und Maximalkraft stärken.»
Jan Drabik
Hochspringer
«Zu den Highlights 2024 zählt die Silbermedaille an der aktiven SM.»
Jan Drabik
Hochspringer