Mehr neue Schweizer Firmen als im Rekordjahr 2021
Nicht nur in der Schweiz ist die Zahl der Firmenneugründungen angestiegen, auch im Kanton Schwyz wurden munter Unternehmen gegründet. Während im ganzen Land in den ersten drei Quartalen 38 331 neue Firmen aus dem Boden schossen, dies entspricht einer Zunahme gegenüber der Vorjahresperiode um 3,3 Prozent, waren es im Kanton Schwyz 1023 neue Firmen, die es auf die Bildfläche schafften, das sind immerhin 2,5 Prozent mehr als in der gleichen Zeitdauer 2022.
Sowohl bei der Gründung von GmbHs als auch Einzelfirmen sind Schweizer Staatsbürger in der Mehrzahl, jedoch nicht so stark, wie es die Bevölkerungsverteilung vermuten las-sen würde. Beide Rechtsformen zusammen weisen einen Anteil von 44 Prozent ausländischer Staatsangehöriger aus und somit einen Anteil von 56 Prozent Schweizern, dies schreibt das Institut für Jungunternehmen (IFJ), St.Gallen. Es könne festgehalten werden, dass ausländische Staatsangehörige einen wichtigen Stellenwert in der Unternehmenswelt einnehmen und die Schweizer Unternehmenslandschaft signifikant mitprägen würden.
Gemäss Othmar Aeschi, Leiter Schwyzer Handelsregister werden genauere Zahlen, etwa für die einzelnen Bezirke, erst Ende Jahr erhoben.
Schweizweit werden jedoch jeden Tag, Samstag und Sonntag inklusive, 140 neue Firmen «geboren». Im bisherigen Rekordjahr 2021 wurden von 1. Januar bis 30. September 37 693 Firmen gegründet. Heuer sind es über sechshundert mehr.
Gefächert nach Branchen wurden die meisten Firmen in folgenden Branchen gegründet: Handwerk, Beratung, Immobilienwesen und Detailhandel. Diese vier Branchen machen zusammen 43,8 Prozent aller Neugründungen aus. Zunahmen im zweistelligen Prozentbereich verzeichneten die Branchen B2B und B2C-Dienstleistungen, Detailhandel, Beratung sowie Transport und Logistik. Abnahmen im zweistelligen Prozentbereich verzeichneten die Branchen Hightech, Druck und Verlag sowie Land- und Forstwirtschaft. Auch bei den IT-Firmen gab es 9 Prozent weniger Gründungen.
«Die Zahl der Firmengründungen kann eine Aussage sein über die Prosperität der Wirtschaft in einem Gebiet, aber nicht nur», relativiert Stefan Steiner, Wirtschaftsförderer Höfe. Man müsse alles anschauen, auch wie es den Bestehenden geht. Das Wachstum bestehend aus Neugründungen und Zuzügen aus dem Ausland und anderen Kantonen minus die Konkurse, Löschungen und Wegzüge ergebe das Nettowachstum. Und die Qualitätsfrage müsse auch gestellt werden: «Das Kapital allein sagt nichts aus über die Substanz einer Firma, man muss sie kennen», so Steiner.
Vom ersten bis zum dritten Quartal 2023 wurden in der Schweiz 38 331 neue Firmen gegründet. Dies entspricht einer Zunahme um 3,3 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.
«Man muss auch anschauen, wie es den bestehenden Firmen geht.»
Stefan Steiner
Wirtschaftsförderer Höfe