Christina Ragettli las in Lachen aus ihrem Buch

Früher als Kind sei sie nur gerne gewandert, wenn die Wanderung zu einem Restaurant mit Trampolin ­führte. Alles andere fand Christina Ragettli traumatisierend langweilig. Und doch stellten die Berge schon immer einen wichtigen Teil im Leben der gebürtigen Flimserin und Schwester von Slope­style-Weltmeister Andri Ragettli dar. Sie fuhr schon als Kind leidenschaftlich gern Ski. In den Sommermonaten war sie oft auf dem Gletscher in Zermatt zu finden.

Das Ziel vor Augen trotz Pandemie
Nach einer Skilehrersaison war es dann im Sommer 2020 soweit und sie startete von Vernayaz aus in ihr grosses Abenteuer. Aufgrund der ­Corona-Pandemie und den damit verbundenen geschlossenen Grenzen musste sie die Route etwas anpassen. Zuerst ging es von Vernayaz aus durch die Schweiz, Österreich und Slowenien nach Triest. Dort nahm sie den Zug und fuhr zurück nach Vernayaz. Von dort aus legte sie den übrigen Teil des Fernwanderwegs mit dem Ziel ­Monaco zurück. Insgesamt durch­querte sie sechs Länder.
Mit den authentischen Erzählungen zog Ragettli die Zuhörenden am Mittwoch im Spiel- und Läselade in Lachen in ihren Bann und sorgte mit ihrer sympathischen Art oft für ein Schmunzeln. Neben dem persönlichen Teilen der Erinnerungen las sie drei Abschnitte aus ihrem Buch «Von ­Wegen» vor. Dabei teilte sie nicht nur die schönen Momente mit dem Publi­kum, sondern auch Momente, in denen sie grosse Angst hatte. Sei es aufgrund von wilden Tieren wie Bären und ­Wölfen, schweren Gewittern oder fremden Menschen.
Neben vielen Steinböcken ist sie auch diversen Menschen begegnet. Lustigerweise seien die Konversationen immer gleich abgelaufen. Zuerst war stets die Frage, woher sie käme, danach die erstaunte Frage, ob sie die gesamte Strecke allein zurücklegt, wo sie schlafe und wo ihr Essen sei, wie schwer ihr Rucksack sei und ob sie denn keine Angst hätte, so mutter­seelen­allein in den Bergen.

Vollständiger Artikel in der Ausgabe vom Freitag, 23. September, zu lesen

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