Festnahme nach Diebstahl «unersetzlicher» Schätze in England

Knapp vier Monate nach dem Diebstahl «unersetzlicher» historischer Schätze aus einem Schloss in Südengland hat die britische Polizei einen Tatverdächtigen gefasst.

Der 45-Jährige sei im westenglischen Dorf Eckington festgenommen worden und werde nun befragt, teilte die Polizei der Grafschaft Sussex am Dienstag mit. Die Behörde veröffentlichte Fotos von zwei Leitern, die die Diebe vermutlich benutzt haben, und bat die Bevölkerung um weitere Hinweise. Der Fall sei noch nicht abgeschlossen.

Die Kostbarkeiten im Schätzwert von einer Million Pfund (1,27 Mio Franken) waren Ende Mai aus dem Schloss Arundel rund 80 Kilometer südlich von London gestohlen worden und bleiben verschwunden. Als wertvollstes Stück gilt ein Rosenkranz, den die schottische Königin Maria Stuart bei ihrer Exekution 1587 dabei hatte. Gestohlen wurden ausserdem mehrere Krönungspokale sowie Gold- und Silberstücke. Die Polizei sprach in der Mitteilung von einer «Sammlung von wertvollen Gegenständen von unersetzlicher historischer Bedeutung».

Wie die Polizei weiter mitteilte, wurden bei Durchsuchungen mehrer Gebäude sechs weitere Männer wegen Einbruchs, Drogenkriminalität und Körperverletzung festgenommen. Mit dem Diebstahl im Schloss Arundel haben sie aber demnach nichts zu tun.