Wanders enttäuscht über 10'000 m

Die Bahn wird nicht die grosse Liebe von Julien Wanders. Der begnadete Strassenläufer schneidet im Stadion zum wiederholten Mal an einem Grossanlass enttäuschend ab.

Der Genfer musste den Olympiasieg des 21-jährigen Äthiopiers Selemon Barega aus nächster Nähe betrachten, weil ihn die Besten auf der Zielgeraden noch überrundeten. Wanders kam einen Umlauf später in 28:55,29 Minuten als 21. ins Ziel.

Obwohl die Afrikaner die Entscheidung um das erste Medaillen-Set in der Leichtathletik in einem taktisch geprägten Rennen mit eher tiefem Tempo unter sich ausmachten, verlor der in Kenia wohnhafte Romand bei Rennhälfte den Anschluss ans Hauptfeld. Bereits an der WM 2019 in Doha war ihm der Wettkampf über 10’000 m missglückt.

Auf seine persönliche Bestzeit büsste Wanders rund 1:40 Minuten ein. Er bestreitet die Rennen auf der Bahn, um sich so die Grundschnelligkeit für den Marathon anzueignen. Im Halbmarathon hat er als WM-Achter schon tolle Resultate und Zeiten abgeliefert. Wann der Umstieg auf die 42,195 km erfolgt, steht noch nicht fest.