Gottéron gewinnt wieder einmal gegen den SCB

Im einzigen National-League-Spiel vom Samstag gewinnt Fribourg-Gottéron das Zähringer-Derby dank zwei späten Toren 2:1

Siege gegen den Erzrivalen waren in letzter Zeit rar geworden für Fribourg. Fast ein Jahr lag der letzte Sieg gegen Bern zurück, der letzte Erfolg im SCB-Eistempel sogar 367 Tage. Nun brachen mit Matthias Rossi und Samuel Walser zwei Spieler den Bann, die nicht gerade als Skorer vom Dienst bekannt sind.

1:45 Minuten vor Schluss ging Walser vielleicht genau deshalb vor dem Berner Tor vergessen, und der Solothurner in Freiburger Diensten bezwang Berns Goalie Philip Wüthrich sicher. Erst sieben Minuten vor Schluss hatte Rossi das Team des ehemaligen SCB-Spielers Christian Dubé überhaupt wieder ins Spiel gebracht.

Ein Unentschieden und der Gang in die Verlängerung hätten dem Spielgeschehen durchaus entsprochen. Lange hatten sich die beiden Equipen weitgehend neutralisiert. Es dauerte bis über die Matchhälfte hinaus, ehe das Skore eröffnet wurde. Jeremi Gerber düpierte den starken Gottéron-Goalie Reto Berra (45 Paraden) mit einem cleveren Ablenker. Danach suchten die Freiburger etwas energischer die Offensive.

Es war das zweite Zähringer-Derby hintereinander, das ohne Zuschauer gespielt werden musste. Am 28. Februar hatte Bern zwar 1:0 nach Verlängerung gewonnen, es war jedoch ein Pyrrhus-Sieg, denn der eine Punkt reichte Fribourg zur Playoff-Qualifikation, welche die Berner verpassten und die am Ende wegen des Coronavirus gar nicht gespielt wurden.

Nun gelang Gottéron mit fünf Siegen aus den ersten sechs Spielen ein hervorragender Start in die Saison. Bern, das auf seinen kranken schwedischen Stürmer Ted Brithén verzichten musste, verlor hingegen im achten Spiel bereits zum fünften Mal.

Telegramm und Rangliste:

Bern – Fribourg-Gottéron 1:2 (0:0, 1:0, 0:2)

50 Zuschauer. – SR Tscherrig/Fluri, Altmann/Progin. – Tore: 34. Jeremi Gerber (Thiry, Berger) 1:0. 54. Rossi (Jörg) 1:1. 59. Walser (Rossi, Jörg) 1:2. – Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Bern, 3mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. – PostFinance-Topskorer: Jeffrey; DiDomenico.

Bern: Wüthrich; Untersander, Henauer; Andersson, Blum; Zryd, Beat Gerber; Thiry, Colin Gerber; Scherwey, Jeffrey, Pestoni; Praplan, Haas, Moser; Sciaroni, Neuenschwander, Ruefenacht; Berger, Heim, Jeremi Gerber.

Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Chavaillaz; Sutter, Kamerzin; Aebischer, Jecker; Bochud, Bougro; Bykov, Desharnais, Stalberg; DiDomenico, Schmid, Herren; Rossi, Walser, Jörg; Sprunger, Marchon, Mottet.

Bemerkungen: Bern ohne Bader, Brithén und Burren (alle krank), Fribourg-Gottéron ohne Abplanalp, Furrer, Jobin (alle verletzt) und Brodin (überzähliger Ausländer). Bern ab 58:37 ohne Torhüter.

Rangliste: 1. Lausanne 9/19. 2. ZSC Lions 11/18. 3. Zug 7/17. 4. Fribourg-Gottéron 6/14. 5. Genève-Servette 6/12. 6. Rapperswil-Jona Lakers 8/11. 7. Lugano 6/9. 8. Bern 8/9. 9. Ambri-Piotta 9/9. 10. Biel 6/5. 11. SCL Tigers 7/5. 12. Davos 5/4.