Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren fordern deutliche Massnahmen gegen Corona

Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren (ZGDK) fordern in der Vernehmlassung zur geplanten Verordnungsänderung den Bundesrat einstimmig dazu auf, «rasch griffige Massnahmen» gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu beschliessen. Ansonsten drohe ein Zusammenbruch des Contact Tracing und eine Überlastung des Gesundheitswesens. Die ZGDK befürworte die «deutliche Ausdehnung der Maskenpflicht» in Bildungseinrichtungen und am Arbeitsplatz, falls der Abstand nicht eingehalten werden könne, hiess es in einer Medienmitteilung vom Samstag.

Ausserdem befürwortet die ZGDK, dass bei Anlässen nur noch maximal 30 Personen zugelassen sein dürften. Bei privaten Veranstaltungen fordert die ZGDK eine Beschränkung auf zehn Personen. Auch im Amateursport brauche es strengere Regeln, ganz untersagt werden sollen Chorproben und -konzerte. Diskotheken und Tanzlokale müssten geschlossen werden. Falls auf Bundesebene keine «einheitlichen und umfassenden Massnahmen» beschlossen würden, würden die ZGDK ihren jeweiligen Kantonsregierungen entsprechende Massnahmen empfehlen. Dabei sollten die Zentralschweizer Kantone möglichst einheitlich agieren. Um aber auch weiterhin schnell reagieren zu können, befürwortet die ZGDK auch die Einführung von unterschiedlichen kantonale Massnahmen. (sda)