Eine halbe Million im Kühlschrank: Ein Fall fürs Bundesgericht

Kantonsgerichtsgebäude in Schwyz

Eine als streitbar und gerichtsnotorisch bekannte Frau aus Ausserschwyz bleibt ihrem Ruf offenbar treu. Bei einer Auseinandersetzung unter Stockwerkeigentümern erhielt sie mehrere Mails, die sie als Ehrverletzung, Nötigung und falsche Anschuldigung empfand und deshalb Strafanzeige erstattete. Doch die Staatsanwaltschaft Höfe Einsiedeln beurteilte die Mails als nicht strafbar und stellte die Strafanzeige ein. Die Frau zog die Sache weiter ans Kantonsgericht – ohne Erfolg.

«500 000 Franken in deinem Kühlschrank»

In den Mails äusserte sich ein Nachbar der Frau sarkastisch über ihr «teures Hobby» aus «Hunger an Rechtsstreitigkeiten », womit sie das hart verdiente Vermögen ihres Vaters fast sinnlos ausgebe. Unter anderem schrieb der Nachbar: «Ich hätte wirklich grosse Mühe mit meinem Gewissen, wenn ich so eine halbe Million in bar aus dem Kühlschranknähme und diese so investierte.» Und wenige Stunden später schrieb der Nachbar: «Ich hoffe, dass du das Geschenk deines Vaters steuerlich richtig verbucht hast. Wenn nicht, könnte das Konsequenzen haben.»Nach einer Schlichtungsverhandlung folgte ein viertes Mail: «Genug ist nun wirklichgenug! Der vermutlich never ending Fall A. kann mit Ausnahme von dir niemand mehr verstehen. Ich nehme an, dass alle Anklagen letztendlich das Bundesgericht oder sogar Strassburg entscheiden muss. Aus Gerechtigkeitsgründen habe ich die Story über das Geschenk von deinem Vater selig (500 000 Franken Bargeld in deinem Kühlschrank) beim Steueramt Schwyz platziert. Es wird nun eine Untersuchung eingeleitet.»

Vollständiger Bericht in der Ausgabe vom Dienstag, 28. Juli, zu lesen.

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