Sion gewinnt bei schwer angeschlagenem FC Luzern

Xamax‘ Situation im Abstiegskampf der Super League spitzt sich weiter zu. Nebst Thun gewinnt auch Sion sein Spiel der 33. Runde. Die Walliser holen beim schwer angeschlagenen FC Luzern ein 2:1.

Die einen wirft das Coronavirus aus der Bahn, die anderen der brutale Verschleiss der englischen Wochen. Oder: Der FC Zürich hatte die Quarantäne als Störfall, der FC Luzern eine beispiellose Verletzungsmisere.

Gegen Sion fehlten dem FCL schon zu Beginn nicht weniger als sieben potenzielle Stammkräfte. Weil sich dann zudem vier Spieler verletzten und Trainer Fabio Celestini die erlaubten drei Wechsel-Gelegenheiten aufgebraucht hatte, mussten die gebeutelten Zentralschweizer ab der 79. Minute zu zehnt spielen.

So gesehen war das 1:2 gegen den stärker werdenden Abstiegskandidaten nichts als logisch und die Steigerung in der zweiten Halbzeit eine besondere Erwähnung wert. Die prekäre Personalsituation blieb aber nicht ohne Auswirkungen. 2:0 führte Sion zur Pause, 2:1 für die Gäste lautete das Schlussresultat. Sandro Theler und Itaitinga trafen für die effizienten Gäste (31./37. Minute), der vor der Pause eingewechselte Salah Azis Binous verkürzte für Luzern nach einer Stunde, ehe er 20 Minuten später mit einer wahrscheinlich schweren Knie- oder Beinverletzung ausschied. Der 19-Jährige, der die Luzerner Offensive sichtbar ankurbelte, war nach einem Sprung wüst umgeknickt.

Den Luzernern konnte zugute gehalten werden, dass sie sich bis zum Umfallen gegen die vierte Niederlage aus den letzten fünf Spielen stemmten. Schliesslich blieb Sion aber doch zum vierten Mal in Folge ungeschlagen und baute seine Reserve auf das Schlusslicht Neuchâtel Xamax auf fünf Punkte aus. Gewinnen die Walliser am Samstag das kapitale Heimspiel gegen Thun – oder verlieren sie zumindest nicht -, sind auch die Chancen intakt, die Barrage zu vermeiden.

Luzern – Sion 1:2 (0:2)

SR Tschudi. – Tore: 31. Theler 0:1. 36. Itaitinga (Bamert) 0:2. 59. Binous (Schulz) 1:2.

Luzern: Müller; Lucas (56. Marleku), Bürki, Knezevic; Grether, Schulz, Voca, Emini (34. Kakabadse), Sidler; Matos (43. Binous), Schürpf.

Sion: Fickentscher; Maceiras, Bamert, Ndoye, Theler (76. Facchinetti); Zock, Toma (76. Kabashi), Grgic; Baltazar (88. Ruiz); Kasami, Itaitinga (76. Uldrikis).

Bemerkungen: Luzern ohne Margiotta (gesperrt), Schwegler, Ndenge, Males, Ndiaye, Eleke und Burch (alle verletzt). Sion ohne Abdellaoui (gesperrt), Raphael, Andersson, Luan, Lenjani, Cavaré (alle verletzt) und Stojilkovic (nicht im Aufgebot). 79. Binous fällt verletzt aus, Luzern darf nicht mehr wechseln (drei Wechsel-Gelegenheiten bereits genützt). Verwarnungen: 35. Grether (Foul). 42. Bürki (Foul). 59. Theler (Foul). 88. Fickentscher (Foul).