Ein eigener Garten half älteren Menschen während des Lockdowns

Der Aufenthalt im Garten half vielen Personen, negative Stimmungen während des Lockdowns auszugleichen.

Die Generationen ab 65 Jahren und älter litten am meisten unter denEinschränkungen, die sie während des Lockdown in Kauf nehmen mussten. Damit war die sogenannte Risikogruppe – nicht ganz unerwartet – am stärksten von den Massnahmen des Bundes gegen eine Ausbreitung des Coronavirus betroffen. Dies geht aus einer Studie hervor, welche Forscher des Instituts für Landschaft und Freiraum der Hochschule

für Technik Rapperswil (HSR) durchführten. Dafür wurden vom 17. bis 26. April 280 Personen zwischen 65 und 87 Jahren befragt. Die Forscher wollten unter anderem herausfinden, wie sich die Einschränkungen auf die emotionale und physische Verfassung der Senioren ausgewirkt hat.

Viele fühlten sich einsam

Ein Teil der Senioren mied gemäss der Studie Grün- und Freiräume während der Krise und fühlte sich gebrechlicher. Ein anderer Teil gab an, Grünräume mehr als sonst zu nutzen. «Der Aufenthalt half vielen Personen, negative Stimmungen auszugleichen.» Gesamthaft betrachtet, schlugen die Massnahmen den meisten der Studienteilnehmer aufs Gemüt: 70 Prozent

der Befragten aus der ganzen Deutschschweiz gaben an, sie hätten den Lockdown negativ erlebt: Dabei habe die ältere Bevölkerung die Schliessung der Ausflugslokale als eine der stärksten Einschränkungen empfunden, schreiben die Urheber der Studie. Vermutlich wären die Ergebnisse noch drastischer ausgefallen, wenn auch hochbetagte Menschen in Alters- und Pflegeheimen an der Studie hätten teilnehmen können.

Vollständiger Bericht in der Donnerstagsausgabe zu lesen.

Noch kein Abo?