Pfarreien klagen an und Chur schweigt

Werner Inderbitzin (l.) und Martin Kopp haben in den vergangenen Jahren intensiv zusammengearbeitet und dabei Höhen und Tiefen erlebt. (Bild: Frieda Suter)

Die Session der Römisch-katholischen Kantonalkirche Schwyz vom Freitag war geprägt von emotionalen Verabschiedungen: Generalvikar Martin Kopp, Werner Inderbitzin (Präsident des Kantonalen Kirchenvorstandes der Römisch-katholischen Kantonalkirche Schwyz) und Peter Truttmann (Präsident des Kantonskirchenrats) stellen ihre Ämter nach arbeitsreichen und zum Teil turbulenten Jahren zur Verfügung.

Emotionen weckte auch die Wortmeldung des Alpthaler Kirchenratsmitglieds Felix Beeler. Er brachte das Thema Pfarradministrator Georg Rabeneck zur Sprache. Dieser polarisiert unter anderem mit seinem Umgang mit Geld. Das war offenbar bereits während seiner Tätigkeit in Schwyz der Fall und ein wichtiger Grund für seinen Weggang. Inzwischen liegen Untersuchungsberichte und Fakten aus Schwyz und Alpthal vor, die zu denken geben. Da bei der Pfarrhausrenovation dem selbst ernannten Bauleiter Georg Rabeneck längst das Geld für die fälligen Rechnungen ausgegangen war, entzog ihm Martin Grichting, Delegierter des Apostolischen Administrators im Bistum Chur, alle finanziellen und baulichen Kompetenzen. Im März stellte das bischöfliche Ordinariat Rechnungen, zur Rückzahlung seiner persönlichen unrechtmässigen Ausgaben in der Pfarrkasse.

Das Verhalten des Pfarradministrators wird soweit möglich geheim gehalten und hat bisher im Bistum keine Folgen für ihn. «Müssen wir diesen Pfarrherr akzeptieren», fragte Beeler in Einsiedeln. Verständnis für dieses Anliegen äusserte Werner Inderbitzin, der betonte, dass es nicht nur um die angesprochene Person und das nicht verstanden werden in den Bistumsgremien in Chur gehe, sondern auch darum, dass die Pfarrei einer Zerreissprobe ausgesetzt werde.

Die zuvor behandelten Traktanden der Session des Kantonskirchenrats wurden im Sinne der Anträge entschieden. Im Fall der Mitfinanzierung der Spitalseelsorge mit einer kurzen Diskussion. 

Vollständiger Artikel in der Ausgabe vom Dienstag, 2. Juni, zu lesen.

Noch kein Abo?