Fluglärm: «Wir müssen vor solchen Emissionen geschützt werden»

Dass die Patrouille Suisse in der Umgebung des Flugplatzes Wangen-Lachen trainiert, ist akzeptiert und lockt jeweils viele Schaulustige an. Anlass zu Kritik gibt der Umstand, dass die übrigen Flugbewegungen in der Region in den letzten Jahren zugenommen hätten. (Bild: hrr)

Wenn am nächsten Dienstag in Davos das World Economic Forum (WEF) beginnt, wird man dies in unserer Region am lauten Knattern der Helikopter bemerken, mit welchen die Mächtigen dieser Welt in den Nobelkurort geflogen werden. Genau diese Flüge waren für Fridolin Zweifel aus Wangen der Grund, dass er vor rund fünf Jahren aktiv wurde und den Lärmemissionen den Kampf ansagte. Und zwar mittlerweile nicht mehr nur den Helikoptern, die zum WEF nach Davos fliegen, sondern auch weiteren Flugbewegungen, welche seiner Meinung nach für zu grossen Lärm sorgen in der Region Obersee und Ausserschwyz.

Als besonders störend empfindet Zweifel die «Pilatusluftheuler» PC7, PC9 und PC 21. Von den Verursachern verlangt er, in Tuggen einen Hangar zu erstellen – dann könnten die Flüge von und nach Schindellegi reduziert werden. Aber auch die Privat- und Kleinfliegerei will er generell einschränken. Zweifel will sich auch politisch zur Wehr setzen und verweist auf die Lärmschutzverordnung.

Hüppin winkt ab

Aber ist die Bevölkerung am Obersee tatsächlich dermassen lärmgeplagt? Wangens Gemeindepräsident Daniel Hüppin glaubt dies nicht. Aus der Bevölkerung habe es in dieser Hinsicht bislang wenig Reklamationen gegeben: «Es gab keine grossen Meldungen über Fluglärm.» Auch an den Konferenzen der Märchler Gemeindepräsidenten sei nie das Gefühl aufgekommen, dass der Fluglärm ein dramatisches Problem sein könnte. Hüppin will zudem vermeiden, dass der Flugplatz Wangen-Lachen deswegen unter Druck kommen könnte und sagt, dass man zum Flugplatz stehe, dieser gehöre einfach zu Wangen.

Bereits im Sommer 2017 habe man bezüglich der Flugbewegungen einen runden Tisch organisiert. Teilgenommen hätten neben ihm Regierungsrat René Bünter, die damalige St. Galler Nationalrätin Barbara Keller-Inhelder, Fridolin Zweifel und der Altendörfler Albert Knobel. Damals habe man festgestellt, dass in dieser Sache eindeutig der Bund zuständig sei und nicht die Gemeinde oder der Kanton.

Vollständiger Artikel in der Ausgabe vom Donnerstag, 16. Januar, zu lesen.

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