Zaundebatte: Noch keine einzige Anzeige

Durch liegengelassene Zäune kommen jedes Jahr Wildtiere zu Schaden.

Ab heute wird jeder angezeigt», kündete Umweltdirektor René Bünter an der Kantonsratssitzung vom letzten April an. Er bezog sich dabei auf liegengelassenes Zaunmaterial, das die Wildhüter und Förster immer wieder antreffen.

Durch liegengelassene Zäune kommen jedes Jahr Wildtiere zu Schaden. Nachdem Landwirte oder -eigentümer auf diese Missstände hingewiesen worden sind, drohte Umweltdirektor René Bünter mit Anzeigen, sollte jemand das Material nicht wegräumen. Früher war eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft erst dann möglich, wenn sich ein Wildtier verletzte oder zu Tode kam. Dank einer neuen Anordnung soll der Verantwortliche schon früher gebüsst werden können.

Keine Anzeige erfolgt

Auf Nachfrage, wie die Missstände bezüglich nicht abgeräumter Zäune und liegengelassenem Material gelöst wurden, gibt Departementssekretär Xaver Heinzer Entwarnung: «Es gab im letzten Jahr keine Anzeigen.» Die Verwarnungen hätten genützt, eine Anzeige würde erst bei Weigerung, das Material wegzunehmen, erfolgen, also wenn die Verhältnisse vor Ort ein zweites Mal kontrolliert werden.

Die Anordnung, die es in Schwyz möglich macht, Zaun-Missstände weiterzuverfolgen, ist jedoch weniger verbindlich als es ein Gesetz mit konkreten Fristen, das beispielsweise im Kanton Zürich schon existiert.