Kanton Schwyz zahlt für Sicherheit am WEF

In Davos werden nächste Woche auch Schwyzer Polizeikorps im Einsatz stehen. (Bild: Keystone)

Am Dienstag kommen die internationalen Entscheidungsträger der Weltwirtschaft zum 50. Jahrestreffen in Davos zusammen. Angekündigt hat sich auch US-Präsident Donald Trump, was die Anforderungen an die Sicherheit vor Ort erhöht. Die Kosten tragen Armee, Bund und der Kanton Graubünden.

Indirekt aber auch andere Kantone, denn in und um den Skiort patrouillieren rund 1000 Polizisten aus der ganzen Schweiz. Zwar entschädigt der Kanton Graubünden die Kantone gemäss Vereinbarung der interkantonalen Polizeieinsätze (IKAPOL) mit 600 Franken pro Mann und Tag. Die effektiven Kosten sind aber insbesondere bei jenen Kantonen, die viele Polizisten hinschicken, deutlich höher. Das WEF selber zahlt bis zu 2,35 Millionen Franken an die Sicherheitskosten von gesamthaft rund 45 Millionen Franken pro Jahr. In Relation zu den grossen Reserven des Forums von 310 Millionen Franken ein Klacks. Den Rest zahlen also die Steuerzahler. 

«Kostendeckung nicht relevant»

Auch Polizisten der Kantonspolizei Schwyz werden in Davos im Einsatz stehen, wie Florian Grossmann, Chef Prävention und Kommunikation der Kapo Schwyz, bestätigt. «Der Einsatz erfolgt im Rahmen des Zentralschweizer Kontingents», teilt er weiter mit. Wie viele Polizisten dies sein werden, dürfe aus polizeitaktischen Gründen nicht bekanntgegeben werden. 

Auch ob die 600 Franken pro Mann und Tag für die Kapo Schwyz reichen, will Grossmann nicht sagen. Das Schweizer Radio und Fernsehen hat berechnet, dass es mehrere zehntausend Franken sein dürften. Für die Kantonspolizei Schwyz ist die Frage der Kostendeckung nicht relevant:
«Jedes von einem Grosseinsatz betroffene Korps ist auf die Unterstützung anderer Korps angewiesen. Deshalb ist die Polizei in der Schweiz föderal und nach dem freundeidgenössischen Gedanken strukturiert.» 

Auch unsere Korps hätten in der Vergangenheit bei Grosseinsätzen wie etwa am 1. August oder beim Staatsbesuch des damaligen russischen Präsidenten Medwedew auf die Unterstützung anderer Korps zählen dürfen.