Spital Lachen verneint eine finanzielle Bedrohung

«Kleinen Landspitälern droht das Aus»: Titelt der «Blick». Lachen sei bedroht. Stimmt nicht, sagt Verwaltungspräsident Peter Suter.

Zwölf Spitäler seien in der Schweiz akut gefährdet, titelte gestern der «Blick». Schon an zweiter Stelle wurde das Spital Lachen genannt. Und zur Situation im Kanton Schwyz meinte das Boulevardblatt: «Im Kanton Schwyz steht die Zukunft der drei Spitäler in Einsiedeln, Lachen und Schwyz auf dem Spiel. Nicht alle werden schliessen müssen, aber eine der drei Einrichtungen hat im kleinen Kanton langfristig keine Perspektive.»

«Wir sind auf Kurs»

Weil die Realität eine andere sei, mache ihm diese Einschätzung des Boulevardblattes keine Sorgen, sagte Peter Suter, der Verwaltungsratspräsident der Spital Lachen AG, gegenüber unserer Zeitung auf Anfrage. «Ich sehe das gelassen.» Die Spital Lachen AG stehe auf gesunden finanziellen Beinen. «Wir sind auf Budgetkurs, und gegenüber dem Vorjahr konnten wir uns beim finanziellen Ergebnis steigern.» Der Businessplan sei entsprechend überprüft worden.

Bauprojekt gesichert

Eine hohe Priorität geniesse derzeit auch das Aus- und Neubauprojekt. Bekanntlich will die Spital Lachen AG innert zehn Jahren rund 100 Millionen Franken in Aus- und Neubauten investieren. «Dieses Projekt ist finanziell gesichert», so Verwaltungsratspräsident Suter zur Zukunft des Ausserschwyzer Spitals.

Suter verweist auch auf den vom Kantonsrat genehmigten Leistungsauftrag 2020, der «umfassender ist als im Vorjahr, so dass wir unsere Position nochmals verbessern können».  In Sachen Kooperation mit anderen Anbietern halte sich das Spital offen. «Nach den gescheiterten Gesprächen mit dem Spital Einsiedeln müssen wir so oder so unsere Strategie neu ausrichten», so Suter weiter. Von «akuter Bedrohung» sehe er keine Spur, aber die Spitallandschaft stehe generell vor Herausforderungen.