Greta zum Trotz: Umwelt kümmert Schwyzer Volk weniger

Die Schwyzer Bevölkerung ist unbesorgter als im Vorjahr. Die Angst um die zunehmende Umweltbelastung etwa hat um 20 Prozent abgenommen. Die Hauptsorge der Schwyzer bleiben die hohen Krankenkassenprämien.

Jedes Jahr führt das Meinungsforschungsinstitut publitest – mafo concept GmbH im Auftrag unserer Zeitung eine Umfrage für das Sorgenbarometer durch. Allgemein zeigt sich, dass die Schwyzerinnen und Schwyzer sich weniger Sorgen als in den letzten zwei bis drei Jahren machen. Mit Ausnahme der Sorge über die Sicherheit der AHV nahmen die Sorgen bei allen anderen Themen ab. Frauen machen sich tendenziell mehr Sorgen als Männer – beispielsweise bei den Themen Umweltbelastung, Terrorismus, Familie oder Gesundheit. 

Nicht die Jungen, die «Alten» machen sich sorgen ums Klima

Die grosse Überraschung betrifft die Sorge über die wachsende Umweltbelastung: Trotz der Klimabewegung sorgen sich die Schwyzerinnen und Schwyzer weniger um die Umwelt als im Jahr zuvor. Die Umweltbelastung beschäftigt vor allem die Frauen: 74,7 Prozent von ihnen geben an, dass sie grosse oder mittlere Angst wegen des Klimawandels haben. Bei den Männern sind es 66,5 Prozent, die sich darum Sorgen machen. Es erstaunt, dass sich hier die über 55-Jährigen am meisten um die Umweltbelastung sorgen (76,6 Prozent). Gleichzeitig ist die Zahl derjenigen, die kaum Angst vor der Umweltbelastung haben, bei den unter 35-Jährigen am grössten. Man würde meinen, dass 2019, im Jahr der Greta, vor allem die jüngste Generation das Thema beschäftigt und beunruhigt. 

Mehr Zahlen zum Sorgenbarometer sind in der Ausgabe vom Dienstag, 14. Januar, zu lesen.

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