Tierschutz: Kanton Schwyz verteilte die höchsten Bussen

Erfreulich: In den Urkantonen Uri, Schwyz, Nid- und Obwalden nahmen Tierschutzdelikte, die Nutztiere betrafen, im vergangenen Jahr merklich ab. Im Bild ein Plakat der Stiftung für das Tier im Recht (TIR). (Bild TIR)

Die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) lobt die Urkantone für ihre möglichst rechtsgleiche Handhabung bei Tierschutzverstössen. Der Kanton Schwyz machte auch bezüglich der Bussenhöhe von sich reden.

Seit die Fachstelle Tierschutz des Laboratoriums der Urkantone (LdU) und die Staatsanwaltschaften von Schwyz, Uri, Nid- und Obwalden näher zusammenarbeiten, sind die Strafverfolgungsbehörden stärker auf den Tierschutz sensibilisiert und haben sich auch rechtlich bei der Hand-habung von Tierschutzdelikten angenähert. So wurde gemeinsam eine Empfehlung für das Strafmass bei Tierschutzdelikten erarbeitet. An seiner Pressekonferenz lobte die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) die Urkantone dafür und empfahl diese Praxis auch den anderen Kantonen, da es zu einem konsequenteren Tierschutzstrafvollzug beitrage.

Dass in Bezug auf den Tierschutz die Unterschiede zwischen den Kantonen so gross sind, war denn auch ein grosser Kritikpunkt der Stiftung TIR. Insgesamt habe sich der schweizerische Vollzug im Tierschutzstrafrecht in den letzten 15 Jahren aber deutlich verbessert. Das zeige nicht zuletzt die Zunahme der Zahl der geführten Tierschutzstrafverfahren. Gemessen an
der Bevölkerungszahl wurden in der Schweiz im letzten Jahr durchschnittlich 2,02 Verfahren pro 10 000 Einwohner geführt. Im Kanton Schwyz waren es etwas mehr, nämlich 2,07 Verfahren. 

Im Schnitt 900 Franken Busse

Aus Sicht des Tierschutzes ebenfalls positiv im Kanton Schwyz ist die Höhe der Bussen. Diese sind mit durchschnittlich 900 Franken und einem Mittelwert von 500 Franken höher als im Schweizer Durchschnitt von 492 Franken respektive 400 Franken. In keinem anderen Kanton wurden im letzten Jahr höhere Bussen ausgesprochen.

Weniger Bussen erhielten vor allem Landwirte. Dies ist Marco Gut, Stellvertretender Kantonstierarzt beim Veterinärdienst der Urkantone, aufgefallen, der die Landwirte lobt: «Bei den Nutztieren gab es einen deutlichen Rückgang. Einerseits wurden weniger gravierende Mängel festgestellt, andererseits wurden diese im letzten Jahr behoben, was erfreulich ist.»

Vollständiger Bericht in der Ausgabe vom Dienstag, 19. November.

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