Swiss Olympic läutet Mission Tokio mit Kick-Off-Event ein

Mit einem zweitägigen Kick-Off-Event startet Swiss Olympic in Nottwil den Countdown für die Olympischen Spiele und Paralympics 2020 in Tokio. Auch Sportministerin Viola Amherd stattet einen Besuch ab.

«Olympische Spiele sind etwas ganz wichtiges», sagte die Bundesrätin Viola Amherd. «Für die Athleten, um sich weltweit mit den Besten zu messen und unser Land zu repräsentieren. Aber auch für die jungen Leute in unserem Land, die Sport treiben. Damit diese Vorbilder haben und sehen, was man erreichen kann, wenn man sich einsetzt.»

Ralph Stöckli, der Chef de Mission, versorgte knapp zehn Monate vor Beginn der Spiele die Athleten, Trainer und Funktionäre mit Informationen, der gelegentlich in Tokio lebende Fotojournalist Patrick Rohr machte die Anwesenden – unter ihnen Mountainbikerin Jolanda Neff, Tennisspielerin Timea Bacsinszky, Rollstuhlsportler Marcel Hug oder die Beachvolleyballerinnen Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré – mit der japanischen Lebensart und Kultur vertraut.

Das bekannteste Gesicht unter den potenziellen Olympia und Paralympics-Teilnehmern war die Triathletin Nicola Spirig. Für die Zürcher Unterländerin wäre Tokio 2020 die fünfte Teilnahme an Olympischen Spielen. 2012 in London gewann die inzwischen dreifache Mutter Gold, 2016 in Rio de Janeiro Silber. «Olympische Spiele sind etwas Aussergewöhnliches. Man soll es geniessen, aber man muss darauf gefasst sein, dass sie ganz anders sind, als alles andere, was man kennt. Vor allem mental ist Olympia sehr speziell», sagte Spirig, die aufgrund ihrer Erfahrung eine gefragte Gesprächspartnerin war.

Eine, die in Tokio ihr Olympia-Debüt geben wird, ist die Sportkletterin Petra Klingler. Die 27-Jährige ist die einzige Athletin, die bereits selektioniert ist. Für sie sei die Qualifikation und die Teilnahme an der Olympia-Premiere ihrer Sportart bereits ein Riesenerfolg, sagte Klingler. «Aber ich bin sehr ehrgeizig. Wenn ich zu einem Wettkampf antrete, will ich auch gewinnen.» Die genauen Zielsetzungen hat Swiss Olympic noch nicht definiert. Stöckli rechnet mit rund 110 Schweizer Athletinnen und Athleten in Tokio.