Gemeinde Altendorf zieht mit «Park am See» bis vor Bundesgericht

Direkt am See will die Gemeinde Altendorf einen öffentlichen Park realisieren. Eine Ruhe- und Erholungszone sozusagen als Gegenstück zur Spasszone rund um Badi und Pumptrack. Umzonung und Projekt sind von den Bürgern genehmigt. Noch offen ist die Baustellen-zufahrt. Darüber streitet sich die Gemeinde mit einem Privateigentümer seit Monaten. Während die Gemeinde überzeugt ist, dass das bestehende Fuss- und Wegrecht aus dem Jahr 1939 auch eine Baustellenzufahrt zur Erstellung des Parks miteinschliesst, sind der Privateigentümer sowie das Bezirks- als auch das Kantonsgericht anderer Meinung. Zweck dieses Wegrechts war die Erreichbarkeit der Liegenschaften für landwirtschaftliche Betreiber. Das Erstellen von Anlagen und Bauten, welche die Nutzung durch die Öffentlichkeit attraktiv machen, sei nicht Teil dieses Wegrechts.

Einigung – aber eben nur fast

Im September standen ein weiteres Mal Verhandlungen zwischen den beiden Parteien an. Beide hofften auf eine Einigung. Fast hätte es diese auch gegeben. Aber eben nur fast. Wieder gab es da einen strittigen Punkt, den man nicht bereinigen konnte. Und so kam, was kommen musste. 

Der Fall wurde ans Bundesgericht weitergezogen. «Der Gemeinderat Altendorf will einen Grundsatzentscheid», erklärt Gemeindepräsident Beat Keller diesen Schritt. Er glaubt denn auch nach wie vor, dass die Gemeinde Recht bekommen könnte. Siegessicher aber ist er nicht.

Dies bedeutet, dass der Bau des Parks am See um mindestens ein weiteres Jahr verschoben werden muss. Dies ärgert den Gemeindepräsidenten aber nur bedingt. Schliesslich laufe nebenbei ja sowieso auch noch das Verfahren rund um die öffentlich-rechtliche Einsprache. Keller erwartet in den nächsten Tagen zwar das Urteil des Verwaltungsgerichts. Dass dies dann endgültig ist, glaubt er aber nicht. Ein Weiterzug durch die Gegenseite scheint vorprogrammiert.