Stier zwingt Wanderer in der Bödmeren zu einem Umweg

Während dreier Wochen weideten auf der Alp Untersaum im Muotatal ein Stier sowie Mutterkühe mit ihren Kälbern. Da diese Alp ein Teil des viel besuchten Urwaldweges Bödmeren ist, wurde die Wanderroute während diesen drei Wochen verlegt.

«Mutterkühe haben einen äusserst starken Beschützerinstinkt. Dies kann für Wanderer gefährlich werden, vor allem wenn sie die Kälber noch streicheln wollen», erklärt Urs Schmidig, der gemeinsam mit Urs Föhn das Amt des Ortsleiters Muota­thaler Wanderwege innehat. «Der Stier, der gemeinsam mit den Kühen und Kälbern weidet, ist noch gefährlicher für die Passanten.» Eine Wanderwegverlegung wie diese geschieht nicht einfach willkürlich durch die Bewirtschafter der Alp, sondern immer in Rücksprache mit der Gemeinde. Obwohl der neue Wanderweg nur etwa eine Minute länger als die Originalroute ist, lohnt er sich. «Man hat einen wunderschönen Blick ins Muotatal. Die Umleitung ist fast schöner», schwärmt Schmidig. Auch nächstes Jahr werde der Weg über die Alp Untersaum zum Schutz der Wanderer wieder verlegt, verrät er. (bdu)