Neue Teiche im Rempen im Wägital sollen Tausende Amphibien retten

Tobias Lusti vom Ökobüro in Tuggen hofft, dass die Amphibien künftig die beiden Ersatzgewässer im Rempen zum Ablaichen nutzen und nicht mehr das für sie meist tödlich endende Tosbecken unterhalb der Staumauer. Bild Silvia Gisler

Schweizweit wurden in den 80er-Jahren alle bekannten Amphibienlaichgebiete erfasst. Im Bundesinventar von nationaler Bedeutung sind auch zahlreiche aus dem Kanton Schwyz verzeichnet – unter anderem die Gebiete Reumern in Reichenburg oder Dreiwässern in Feusisberg. Als eines der grössten potenziellen Amphibienschutzgebiete wurde damals die Gegend Rempen im Wägital ausgewiesen. Damals kam es jährlich zu riesigen Amphibienmassakern, wenn Frosch und Co. von ihren Wintergebieten in Richtung Laichgewässer wanderten. 

Eines von drei Projekten lanciert

Ende 2017 stellte der Bundesrat diese Schwyzer Amphibienlaichgebiete aufgrund ihrer grossen Bedeutung unter nationalen Schutz. Die nun zum Handeln aufgeforderte kantonale Naturschutzfachstelle riet der Stiftung Lebensraum Linthebene, ein umfassendes Amphibienschutzkonzept für das Gebiet Rempen zu erarbeiten. Diese  nahm den Wink dankend an. Bereits im Herbst sollen neue Gewässer erstellt und ein bestehendes saniert werden. Das mit der Planung beauftragte Ökobüro in Tuggen rechnet mit ersten Kosten von rund 70 000 Franken. Getragen werden sie von Bund, Kanton, dem naturemade-star-Fonds des ewz  und der Stiftung Lebensraum Linthebene. Bereits in den nächsten Wochen sollen weitere Projekte für die Gebiete Dreiwässern und Reumern ausgeschrieben werden.

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