Freiwillige arbeiten in ihren Ferien im Bergwald für Kost und Logis

Das Revier von Förster Peter Schilliger ist 3000 Hektaren oder 30 Quadratkilometer gross. Es umfasst fast das gesamte Wägital. Oft ist er mit seinem Offroader unterwegs, manchmal ist aber nur zu Fuss ein Durchkommen. So auch in diesen Tagen, als er eine Gruppe des Bergwaldprojektes am Schiberg besucht.

Die Stiftung Bergwaldprojekt ist im Bündner Oberland zu Hause und organisiert schweizweit Dutzende von Einsätzen jedes Jahr, die dem Bergwald zugute kommen. Seit einigen Jahren gibt es auch Einsätze während zweier Wochen in den Wägitaler Bergen, genauer am Schiberg. Sieben Freiwillige arbeiten unter kundiger Leitung in luftiger Höhe am Hang. Eine zweite ebenso grosse Gruppe ist damit beschäftigt, eine verbuschte Alpweide zu roden.

Ein halber Tag frei

Bei diesen Einsätzen kommen aus topografischen Gründen nur wenige Maschinen zu Einsatz. Ein Bohrhammer zur Verankerung der Dreibeinböcke, die die Gruppe erstellt und eine Motorsäge sind die einzigen nicht handbetriebenen Werkzeuge, die verwendet werden. Die Steilheit des Hanges macht die Arbeit noch zusätzlich anspruchsvoll. Die Leiter und ihre Freiwilligen müssen aufpassen, dass nicht Steine hangab purzeln. Danach werden im Schutz der Holzgerüste Fichten gepflanzt. Gearbeitet wird jeden Tag,  der Lohn sind Kost und Logis. Für den Mittwoch jedoch sagte Projektleiter Wendelin Schuler etwas Besonderes an: Am Nachmittag konnten die Teilnehmer entweder eine Wanderung unternehmen, baden oder das süsse Nichtstun bei der Hütte geniessen. Das waren trotz der harten Arbeit schöne Aussichten, die das Wägital bei den Teilnehmenden unauslöschlich einprägen.

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