Spielsüchtiger Küssnachter Ex-Pfarrer wird Privatkonkurs beantragen

Wird in den nächsten Tagen Privatkonkurs einreichen: der ehemalige Pfarrer von Küssnacht, Werner Fleischmann. Bild Archiv
Der ehemalige katholische Pfarrer von Küssnacht, Werner Fleischmann, wird in den nächsten Tagen Privatkonkurs am Wohnsitz beantragen. Zudem sind Gläubiger offenbar bereit, auf offene Forderungen in der Höhe von 400’000 Franken zu verzichten.Rechtsanwalt Andrea Jaggen bestätigte eine entsprechende Meldung des «Boten der Urschweiz» vom Donnerstag.Der Pfarrer war in Küssnachtüber zwei Jahrzehnte im Amt gewesen. Im Juni 2018 trat er von seinem Amt zurück. Grund dafür waren die Schulden, die er wegen seiner Spielsucht aufgehäuft hatte. Der Pfarrer hatte sich bei Gläubigen Geld ausgeliehen.Laut dem Bericht bestätigte sich die Vermutung, dass total offene Forderungen von rund 2,5 Millionen Franken bestehen und Gläubiger bereit seien, auf 400’000 Franken zu verzichten.Der Ex-Pfarrer von Küssnachtwerde auf eigenen Wunsch in Kooperation mit der zuständigen Suchthilfestelle in den nächsten Tagen eine Vermögensbeistandschaft errichten und gleichzeitig den Privatkonkurs beantragen.

Zudem bestätigte der Anwalt, dass der Pfarrer seine ambulante Sucht-Therapie fortführen werde. Ein beruflicher Neuanfang oder Wiedereinstieg im kirchlichen Bereich sei momentan nicht denkbar. Hingegen werde er einen mehrjährigen Einsatz in einer Sozialinstitution leisten. Die finanziellen Mittel des Geistlichen seien begrenzt, und es sei ihm realistischer Weise auch in Zukunft nicht möglich, die hohen Schulden abzutragen, sei es ganz oder auch nur teilweise, wird der Anwalt im Bericht zitiert. (sda/red)