Plätze 14 und 17 für Schweizer Mehrkämpfer- Gold für Nagorni

Eddy Yusof und Christian Baumann gelingt an den Europameisterschaften in Stettin der Mehrkampf-Final nicht nach Wunsch. Die Schweizer belegen die Plätze 14 und 17. Gold holt der Russe Nikita Nagorni.

Als Zwölfter und Dreizehnter der Qualifikation hatten sich Yusof und Baumann vor Beginn des Finals in der Netto-Arena in Lauerstellung befunden, kündigte sich doch hinter den beiden russischen Überfliegern Nikita Nagorni und Artur Dalaloyan ein enges Rennen um die Plätze 3 bis 8 an.

Schon früh zeichnete sich aber ab, dass es für die Schweizer im Kampf um die Diplomränge eng werden könnte. Yusof stürzte bei seinem Startgerät Pauschenpferd wie bereits in der Qualifikation, eine Aufholjagd wurde mit einem Penalty von drei Zehnteln an den Ringen und einer missglückten Landung beim Sprung zudem bereits im Keim erstickt. Immerhin gelang dem Zürcher Unterländer am Barren eine klare Steigerung gegenüber der Qualifikation; mit 14,633 Punkten hätte Yusof den Sprung in den Gerätefinal geschafft.

Während Yusof eine gute zweite Wettkampfhälfte zeigte, gelang Baumann ausgerechnet die Übung am Barren, seinem besten Gerät in der Qualifikation, nicht wunschgemäss. Beim Abgang kam der Aargauer aus der Balance und musste sich mit den Händen am Boden abstützen. Zum Abschluss des Wettkampfs stürzte der EM-Achte von 2015 am Pauschenpferd erneut, nachdem ihm der Start an den Ringen ausgezeichnet geglückt war. Im Gegensatz zu Yusof sind die Titelkämpfe in Polen für Baumann aber noch nicht zu Ende, am Sonntag kämpft er am Barren um die Medaillen.

Überragender Nagorni

An der Spitze turnten die beiden russischen Athleten in einer eigenen Liga. Das Duell entschied Nagorni etwas überraschend vor dem Qualifikationsbesten und Weltmeister Dalaloyan für sich. Der 22-Jährige aus Rostow am Don zeigte einen überragenden Wettkampf und trat die Nachfolge des Ukrainers Oleg Wernjajew an; der Europameister von 2015 und 2017 bestritt in Stettin den Mehrkampf nicht. Bronze holte überraschend Marios Georgiou aus Zypern.