Hoch-Ybrig mit zweitbestem Jahresergebnis seit 50 Jahren

Anstatt mit den Skiern ist Urs Keller mit dem Quad auf den Pisten unterwegs. Denn Verletzungen machen auch vor dem Geschäftsleiter der Hoch-Ybrig AG nicht Halt. Bild Silvia Gisler

Die Hoch-Ybrig AG verbuchte letztes Jahr einen Rekordsommer und ist in diesem Winter ebenfalls auf Rekordkurs. Ob man sich nun auf den Erfolgen ausruht? «Natürlich nicht», sagt Geschäftsleiter Urs Keller. 

Knapp zehn Skiclubs trainieren regelmässig mit über 200 Kindern im Hoch-Ybrig. Die Skischule zählt mittlerweile 80 Ski- und Snowboardlehrer. Zudem werden allein in diesem Winter über 40 Skirennen im Skigebiet ausgetragen. Darunter, die Schweizermeisterschaften der Skicrosser vom letzten Wochenende und diejenigen der Alpinen vom 23./24. März mit Wendy Holdener. Im Jahr 2022 folgt das grosse Finale des Grand Prix Migros, welcher als grösstes Kinder-skirennen der Welt gilt.

Sehr hohes Niveau auf Ybriger Pisten

Wenn man all diese Fakten hört, könnte man meinen, das Wintersportgebiet habe ausgesorgt. Ganz so einfach aber ist es nicht, wie Geschäftsleiter Urs Keller im Interview verrät. Zwar sorgen die vielen Skiclubs dafür, dass das Niveau der Wintersportler im Hoch-Ybrig sehr hoch ist. Doch selbst wenn die Skiclubs – und auch die rund 4000 Jahreskartenbesitzer – Stammgäste auf ihren Pisten seien, sei man immer noch auf den Individualgast angewiesen. Um diese Gäste anzu-locken, möchte das Unternehmen mit einem grossen Angebot, guter Qualität und einer fairen Preispolitik inklusive gratis Parkplätzen punkten.

Im letzten Jahr scheint dies der Hoch-Ybrig AG geglückt zu sein: «Wir haben den zweitbesten Jahresumsatz in der 50-jährigen Geschichte erwirtschaftet», sagt ein sichtlich erfreuter Urs Keller mit dem neuesten Geschäftsbericht in der Hand. Dieses Ergebnis sei unter anderem dem Umsatzrekord im Sommer und dem zehntbesten Winterumsatz zu verdanken. «Und in diesem Winter sind wir noch besser unterwegs. Gut möglich, dass wir dem Umsatzrekord von 2003 sehr nahe kommen oder ihn sogar übertreffen.»  Den Vorwurf, dass sich das Hoch-Ybrig in den letzten Jahren auf solchen Erfolgsergebnissen ausruhte, weist der 32-Jährige zurück. Im letzten Sommer habe man in den Kinderspielplatz, wenige Jahre zuvor in den Laucheren-stöckli-Sessellift investiert.

Ausführliches Interview in der Printausgabe von Dienstag, 12. März 2019.