Ist tiefer legen die Lösung für den Zubringer Halten?

Rund um den Ausbau des A3-Halbanschlusses Halten zum Vollanschluss inklusive Zubringer stehen bei der Bevölkerung offensichtlich noch viele Fragen im Raum. Deshalb lud die CVP Freienbach am Montagabend vor ihrer GV zu einer öffentlichen Infoveranstaltung ein.

Extrawünsche kosten

Dabei redeten die beiden Referenten Otto Noger vom Bundesamt für Strassen und Arnold Holdener vom kantonalen Tiefbauamt Klartext: Es gibt keinen Vollanschluss ohne leistungsfähigen Zubringer, die Schindellegistrasse reicht nicht; und eine Etappierung ist keine Alternative. Alles oder nichts, heisst also die Devise. Dabei übernimmt der Bund die Kosten von circa 30 Mio. Fr. für den Vollanschluss, der Kanton jene von fast 44 Mio. Fr. für den Zubringer, und zwar so wie er ihn geplant hat. Sollten die Freienbacher die Tunnel-Initiative, die voraussichtlich am 19. Mai zur Abstimmung kommt, annehmen, würden auch die Restkosten bei ihnen hängen bleiben. Und die sind happig: Auf 130 Mio. Fr. wird die Variante Tunnel direkt in die Schwerzi geschätzt, was -also 86 Mio. Fr. Zusatzkosten für Freienbach ausmacht. Der Hinweis, der Kanton könnte sich doch auch mal grosszügig zeigen, zumal Jahr für Jahr Millionenbeträge nach Schwyz schickt, dürfte dort kaum Eindruck machen.

Ein Kompromiss ist denkbar

Obs soweit kommt, wird sich weisen. Vielleicht zeichnet sich aber doch ein von allen akzeptierter Kompromiss ab. Am Infoanlass waren nämlich die Tunnel-Initianten anwesend, hielten sich aber höflich zurück. Ein sehr wohl konstruktiver Disput ergab sich erst nach dem offiziellen Teil. Dabei wurde auch ein Vorschlag aus der Diskussionsrunde aufgenommen: Wie wäre es, wenn die aktuelle Linienführung optimiert und die Strasse nach Möglichkeit «tiefer gelegt» wird, damit der Einschnitt in die Natur minimiert werden kann? Vielleicht könnte der gordische Knoten so zerschlagen werden …