Schwyzer Regierung will Rechtsüberholen erlauben

Die Verkehrsregeln und Signalisationsvorschriften auf den Schweizer Strassen sollen angepasst werden. Grösste Änderung: Auf Autobahnen soll künftig rechst vorbei gefahren werden, wenn der Verkehr auf der linken Fahrspur langsamer rollt. Was im eidgenössischen Parlament bereits ein Thema war, beschäftigt nun auch die Kantonsregierungen. Sie haben dieser Tage die Vernehmlassung zur «Änderung der Verkehrsregeln und Signalisationsvorschriften» nach Bern geschickt. Die Mehrheit der Kantone spricht sich für den Vorschlag des Bundes aus.

Schwyz geht dabei sogar noch einen Schritt weiter und will nicht nur das Rechtsvorbeifahren, sondern auch das Rechtsüberholen zulassen. Wenn das Rechtsvorbeifahren gestattet sei, um den Verkehr zu verflüssigen, «liegt die Hauptverantwortung für gefahrlose Fahrstreifenwechsel vom Überhol- auf den Normalstreifen künftig beim Linksfahrer», begründet die Schwyzer Regierung ihre Haltung. Jeder müsse damit rechnen, dass rechts an ihm vorbeigefahren werde. «Er muss deshalb entsprechend aufpassen», hält die Regierung fest. Dementsprechend «wäre es folgerichtig, wenn das reine Rechtsüberholen auf der Autobahn künftig ebenfalls erlaubt wird, solange der Abstand beim Wiedereinbiegen aus-reichend ist». So könnten die absehbaren Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen erlaubtem Rechtsvorbeifahren und verbotenem Rechtsüberholen vermieden werden.  

Sollte Rechtsüberholen verboten bleiben, regt die Regierung an, das Strafmass zu reduzieren. So soll es nur noch mit einer Ordnungsbusse und nicht mit einer Verzeigung geahndet werden.

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