«Gelbwesten» haben Hälfte der Radargeräte beschädigt

Mehr als die Hälfte der fest installierten Radarfallen an Frankreichs Strassen ist seit Beginn der «Gelbwesten»-Proteste beschädigt worden. Dies sagte Innenminister Christophe Castaner am Donnerstag.

«Fast 60 Prozent der Radargeräte wurden von denjenigen, die sich zu dieser Bewegung bekennen, unschädlich gemacht, angegriffen oder zerstört», sagte Castaner. Auf Fernsehbildern waren angezündete Radargeräte zu sehen, über manche Geräte zur Kontrolle der Geschwindigkeit wurde ein Abfallsack gestülpt.

Die «Gelbwesten» errichten seit Mitte November Strassensperren im ganzen Land. Ihr Ärger entzündete sich an einer geplanten Steuererhöhung für Kraftstoff. Im Sommer gab es in Frankreich zudem heftige Proteste, weil die Regierung das zulässige Tempo auf Landstrassen von 90 auf 80 Kilometer pro Stunde herabgesetzt hatte.