Verdächtige Päckchen in Konsulaten in Melbourne – Schweiz betroffen

Bei mehreren ausländischen Vertretungen in der australischen Millionen-Metropole Melbourne sind Päckchen mit verdächtigem Material eingegangen. Nach ersten Angaben der Behörden des Bundesstaates Victoria vom Mittwoch wurden insgesamt zehn Fälle gemeldet.

Die Lage sei «unter Kontrolle». Die Polizei erklärte, die Päckchen würden untersucht. Einzelheiten nannten die australischen Behörden aber nicht. Der Hintergrund blieb zudem zunächst unklar.

Nach örtlichen Medienberichten wurden mindestens fünf diplomatische Missionen in Melbourne geschlossen. Unter anderem seien die Konsulate der USA, Deutschlands sowie Indiens betroffen. Auf den Päckchen sollen in englischer Sprache Worte wie «Asbest» und «Ziehen Sie eine Maske auf» stehen. Eine Bestätigung dafür gab es allerdings nicht.

Auch die Schweizer Honorarvertretung in Melbourne ist von dem Vorfall betroffen, wie die Schweizer Botschaft gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Mittwoch bestätigte. Die australische Polizei sei bereits bei der Honorarkonsulin vor Ort gewesen, hiess es weiter. Zudem seien alle diplomatischen Vertretungen der Schweiz in Australien über den Vorfall gewarnt worden.

Die Schweizer Botschaft stehe aufgrund der Situation in engem Kontakt mit den australischen Behörden. Allerdings habe die australische Polizei bereits erklärt, dass die Situation unter Kontrolle sei.

In Melbourne haben zahlreiche Staaten ihre Konsulate. Die Hauptstadt Australiens, wo die Botschaften ihren Sitz haben, ist Canberra. Lokalen Pressemeldungen zufolge sollen auch Botschaften in Canberra betroffen sein.