Neue, laschere Verkehrsregeln

Per 1. Februar wird die Pflicht zur Einreichung eines augenärztlichen Zeugnisses bei Sehschärfewerten im Grenzbereich abgeschafft. Bild: Franz Feldmann

Vor allem eine Neuerung in der Strassenverkehrsordnung auf anfangs Februar dürfte zu Diskussionen Anlass geben. Ab dann dürfen nämlich alle Fahrschüler die Fahrprüfung auf einem Auto mit Automatikgetriebe absolvieren, anschliessend aber auch mit geschalteten Fahrzeugen auf öffentliche Strassen fahren. Es wird keinen entsprechenden Eintrag mehr im Führerausweis mehr -geben. Ist das aber auch ein Bedürfnis für Neulenker? Bis anhin wären diesbezüglich offiziell noch keine Anfragen bei den Fahrlehrern im Kanton Schwyz eingegangen, sagt der Präsident des Schwyzer Fahrlehrerverbandes Andy Lehmann. Diese Regelung sei noch zu frisch und zu wenig bekannt.

Hört man sich aber inoffiziell ein bisschen herum, dürfte mit genau dieser Neuregelung dem einen oder der anderen ein vermeintlich leichterer Einstieg ins Autofahren aufgezeigt werden. Geht das gut? Kann man die Prüfung auf einem Automaten bestehen und anschliessend doch sicher mit einer Gangschaltung umgehen?

Preis des Autos ist massgebend

Lehmann winkt ab. Wichtiger als das Getriebe bei einem Auto sei auch in Zukunft für junge Neulenker und Neulenkerinnen der Preis. So lassen sich in der Schweiz viel weniger günstige -Occasionen finden, die nicht geschaltet sind. Eine der Begründungen für diese neue Regel laut dem Bundesamt für Strassen ist, dass in Zukunft vermehrt auf Elektrofahrzeugen gelernt werde, Auto zu fahren, auch das sind Fahrzeuge mit Automatikgetriebe. Aber auch dies verneint Lehmann. «Im Moment schlichtweg zu teuer», ist sein Kommentar dazu. Zu weiteren Neuerungen kann und will Lehmann keine Stellung nehmen. Seit längerer Zeit rumort es bei den Fahrlehrern. Nicht mit allen Projekten aus Bern sind sie zufrieden.

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