Fitzpatrick erringt Triumph von historischem Wert

Der englische Golfprofi Matthew Fitzpatrick ist der erste erfolgreiche Titelverteidiger am Omega European Masters seit 40 Jahren. Fitzpatrick ringt im Stechen den Dänen Lucas Bjerregaard nieder.

Viele erstklassige Golfprofis haben in den letzten Jahrzehnten versucht, das renommierte Schweizer Turnier in Crans-Montana zweimal in Folge zu gewinnen. Seit den Siegen des unvergesslichen Spaniers Severiano Ballesteros 1977 und 1978 ist es keinem mehr gelungen – bis diese Woche ein 24-jähriger Mann aus Sheffield kam. Fitzpatrick gehört zu den aktuell besten europäischen Golfern. Er spielt erst seit Ende 2014 als Profi, hat aber nunmehr fünf Turniere auf dem europäischen Circuit gewonnen.

Die von Tausenden von Zuschauern gesäumte 18. Spielbahn rettete Matthew Fitzpatrick den triumphalen Sieg. Sowohl in der regulären Runde als auch im Stechen spielte er am letzten Loch ein Birdie heraus. Dem zweiten hatte Bjerregaard nichts mehr entgegenzusetzen.

Turnierveranstalter wünschen sich für das Palmarès bekannte Spieler als Sieger. Fitzpatrick entspricht diesem Profil. Die Entscheidung war die Umkehr der Ereignisse von 2008. Damals bodigte der krasse Aussenseiter Jean-François Lucquin aus Frankreich den nordirischen Superstar Rory McIlroy ebenfalls im Stechen. Heute fehlt McIlroys Name in der Siegerliste immer noch.

Die Schlussrunde bot den Zuschauern enorm viel Spannung. Fitzpatrick begann mit zwei Schlagverlusten auf den ersten sechs Löchern schlecht. Der schwache Auftakt kostete ihn die recht komfortabel anmutende Führung von zwei Schlägen nach drei Runden. Er lag fortan seinerseits zeitweise zwei Schläge zurück, entweder hinter Bjerregaard oder dem ebenfalls wenig bekannten Franzosen Michaël «Mike» Lorenzo-Vera. Erst vom 7. Loch an fand Fitzpatrick zu seinem gewohnten fehlerfreien Spiel. Er benötigte aber schon den Effort mit einem Birdie am 18. Loch, um den Score des vor ihm spielenden Dänen auszugleichen.

Die sieben gestarteten Schweizer Golfer, unter ihnen vier Amateure, hatten allesamt die Qualifikation für die zwei Finalrunden vom Wochenende verpasst.