Deutschland kehrt Spiel gegen Peru

Drei Tage nach dem achtbaren 0:0 in der Nations League gegen Weltmeister Frankreich zeigt Deutschland wieder sein zweites Gesicht. Gegen Peru resultiert vor eigenem Anhang «nur» ein 2:1.

Der Auftritt gegen Peru war ein Spiegelbild der aktuellen Verfassung des Teams von Jogi Löw. Zwar gestaltete der Weltmeister von 2014 gegen den Aussenseiter aus Peru das Spiel, im Angriff fehlte Deutschland allerdings einmal mehr die Kaltschnäuzigkeit.

Wer sich auf Spurensuche der nach deutschem Standard zuletzt schwachen Ergebnisse begibt, der wird schnell auf folgende Statistik aufmerksam: 3:3. Nur drei Tore hat das Team von Jogi Löw in den letzten fünf Spielen erzielt. Was den nach dem frühen WM-Aus unter Druck geratenen Löw weiter beunruhigen dürfte: unter den Gegner in den letzten Spielen waren neben Frankreich mit Südkorea, Schweden Mexiko und nun Peru nicht nur Hochkaräter.

In Sinsheim gelang Deutschland zwar die Wende vom 0:1 zum 2:1, beanspruchte dabei allerdings auch etwas Mithilfe von Perus Goalie Pedro Gallese. Beim 1:1 durch Julian Brandt (25.) noch machtlos gewesen, verhalf er dem Hoffenheimer Nico Schulz (85.) in dessen Heimstadion beim ersten Einsatz für die DFB-Elf sogleich zum ersten Treffer. Ein zumindest haltbarer Schuss des 25-Jährigen rutschte Gallese unter den Armen hindurch.

Telegramm:

Deutschland – Peru 2:1 (1:1)

Sinsheim. – 25’494 Zuschauer. – Tore: 22. Advincula 0:1. 25. Brandt 1:1. 85. Schulz 2:1.

Deutschland: ter Stegen; Ginter (72. Kehrer), Boateng (46. Rüdiger), Süle, Schulz; Kimmich; Gündogan (84. Müller), Kroos; Brandt (70. Petersen), Werner (88. Havertz); Reus (46. Draxler).