Unity Investment AG aus Altendorf plant riesige Rechenzentren

Etwas über 6900 Franken kostete ein Bitcoin gestern zur Mittagszeit. Den vorläufigen Höhepunkt erreichte die Kryptowährung mit einem Kurs von über 19 000 Franken im vergangenen Dezember.

Die Schweiz steht im Mittelpunkt des globalen Booms mit Kryptowährungen, dies unter genauer Beobachtung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma). Mittendrin ist die Unity Investment AG aus Altendorf, die eine Kapitalbeschaffung von mindestens 30 Millionen Franken plant. Die ersten Millionen sind schon eingegangen. Mit diesem Geld will die Firma mehrere Rechenzentren in der Schweiz aufbauen und Kryptowährungen schürfen und produzieren. Auch wenn der Wert des Bitcoins in den letzten drei Monaten um rund 40 Prozent sank, erzielte man mit dem Mining Profit, dies solle auch so bleiben.

Der Anfang ist gemacht: In einer ehemaligen Fabrikhalle in Jona laufen Mining-Geräte. Nach und nach will man wachsen und die gesamten 3000 Quadratmeter mit über 4000 Rechnern füllen. «Durch unsere Grösse erhalten wir bessere Konditionen», betont die Unity. Die Mining-Facility in Jona werde zu 100 Prozent mit Ökostrom betrieben, dazu gibt es Wärmerückgewinnung.

Die Einstiegshürden senken

Aktuell kostet der Einstieg bei der -Firma mindestens 2500 Franken. Im Verlaufe des vierten Quartals, wenn die ICO (Initial Coin Offering) lanciert wird, können Prozesse automatisiert werden. Dann steht die Tür für Interessenten aus der ganzen Welt offen – bereits ab 100 Franken.

Das Interesse sei sehr gross. Im März knackte das Unternehmen die Ein-Millionen-Grenze durch private Investoren, bereits im Juni kam die zweite Million hinzu. Zudem rührt das Altendörfler Unternehmen die Werbe-trommel: An der Crypto Currency World Expo in Polen wurde das Start-Up mit dem Preis für das beste ICO Projekt 2018 ausgezeichnet und erhielt viel Aufmerksamkeit. «Darauf bekamen wir eine grosse Flut an Anfragen», sagt CEO Sean Prescott. Der Unique Selling Point sei die Entfernung der technischen Hürden: Um Kryptowährungen zu schürfen sei viel Zeit und technisches Know-How nötig. Die Firma stellt diese jedoch ihren Kunden zu Verfügung.

Ausführlicher Bericht in der Ausgabe vom Donnerstag