Schwyzer zahlen pro Einwohner tiefe Ergänzungsleistungen

Wenn die Rente nicht genug ist, können Ergänzungsleistungen beantragt werden, damit die Existenz gesichert wird. Symbolbild

Ergänzungsleistungen (EL) werden von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlich ausbezahlt. So bezahlt beispielsweise im Kanton Basel-Stadt ein Einwohner fast 1200 Franken für die EL, im Kanton Wallis aber nur gut 300 Franken. Auch der Kanton Schwyz bezahlt gerade einmal 452 Fr. pro Kopf, was unter dem Schweizer Durchschnitt von 582 Fr. liegt. 

Stadt-Land Unterschiede

Andreas Dummermuth, Geschäftsleiter der Schwyzer Ausgleichskasse, erklärt die Gründe. «Da sind einerseits die altbekannten Unterschiede wie die Stadt-Land-Differenzen oder auch die unterschiedlichen Sprachregionen», erklärt er. So zahlen städtische Gebiete eher mehr als ländliche. Dummermuth nennt auch ein konkretes Beispiel: Genf und Appenzell-Innerrhoden. «Genf ist welsch und urban, Appenzell deutsch und ländlich. Das zeigt sich auch in der EL pro Einwohner, wo Genf mehr als doppelt so viel bezahlt wie Appenzell», sagt er. Andererseits spielen auch die Krankenkassenprämien oder die Arbeitslosenquote eine Rolle.

Pflegekosten mit EL bezahlt

Anders sieht es bei den durchschnittlichen Ausgaben pro Bezüger aus. Da liegt Schwyz an fünfter Stelle. «Dies ist, weil wir als einziger Kanton die Pflegekosten der Bezüger mit den EL abrechnen», erklärt Dummermuth. Würde der Kanton dies nicht tun, dann würden sowohl der Betrag pro Einwohner als auch die durchschnittlichen Ausgaben pro Bezüger sinken. (mor)

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