Der Preisüberwacher rügt den Kanton Schwyz wegen zu hohen Verkehrsamt-Gebühren

Mit nur zwei Prüfbahnen war in Pfäffikon ein effizientes Arbeiten bei den Fahrzeugkontrollen nicht mehr möglich. Dies wird sich mit dem aktuellen Ausbau ändern und hat auch positive Auswirkungen auf die Gebühren.

Der Preisüberwacher hat mehreren Kantonen, darunter auch Schwyz, wegen zu hoher Strassenverkehrsgebühren auf die Finger geklopft. Beim Verkehrsamt stellt man eine baldige Änderung dieser Situation in Aussicht.

Obwohl Motorfahrzeuge bei der Schwyzer Bevölkerung hoch im Kurs stehen und ihr Bestand immer weiter wächst, ist der Kanton Schwyz diesbezüglich überhaupt kein günstiges Pflaster. Allein die Motor-fahrzeugsteuern liegen für viele Autos schon weit über dem Schweizer Durchschnitt. Und jetzt macht der Preisüberwacher des Bundes dieser -Tage auch noch publik, dass Schwyz beziehungsweise sein Verkehrsamt viel mehr Strassenverkehrsgebühren einzieht als dies sein sollte.

Eigentlich wären die Strassenverkehrsämter an das Kostendeckungsprinzip gebunden, wonach sie grundsätzlich nur so viele Gebühren verlangen dürfen, wie sie benötigen, um ihre Gesamtkosten zu decken. Schwyz liegt allerdings laut den Berechnungen des Preisüberwachers rund 24 Prozent über einem ausgeglichenen Gebührenniveau. Im schweizweiten Vergleich würden neun Kantone besonders nega-tiv hervorstechen, Schwyz reiht sich an Position acht ein.

Künftig anders positioniert

Für Peter Wespi, Vorsteher des Schwyzer Verkehrsamts, sind die Berechnungen des Preisüberwachers nicht über alle Zweifel erhaben. Dennoch gesteht er ein, dass man bei gewissen Gebühren über dem Schweizer Durchschnitt liegt. Jedoch nicht überall, weil die -Gebühren zu hoch angesetzt seien. Als Hauptproblem nennt er die Fahrzeugprüfungen. «Aktuell müssen sich in Pfäffikon noch mehrere Verkehrs-experten zwei Prüfbahnen teilen. Ein effizientes Arbeiten ist so nicht möglich.» Der Kanton Schwyz sei in diesem Bereich also nicht teurer wegen dem Stundensatz sondern wegen der Dauer der Prüfung. Mit dem aktuellen Ausbau werde sich dies aber ändern und Wespi verspricht: «Bei künftigen Auswertungen wird der Kanton Schwyz ganz anders positioniert sein.»