Auch die Schwyzer Polizei taucht nach Schmuck

Vor Kurzem machten die Taucher der Stadtpolizei Zürich auf sich aufmerksam. Sie suchten öffentlich nach dem Besitzer eines Eherings, den sie im See fanden, als sie nach einem verlorenen Armreif tauchten. Wie David Mynall, Mediensprecher der Kapo Schwyz, auf Anfrage erklärt, suchen auch die Schwyzer Polizeitaucher nach verlorenen Sachen. «Dies aber nur, wenn sie materiell oder emotionell sehr wertvoll sind», erläutert er. Den Anspruch, dass nach dem verlorenen Eigentum getaucht werde, bestehe nicht. «Ein solcher Suchtauchgang ist auch davon abhängig, ob die Taucher innert nützlicher Frist verfügbar sind.» Denn Tage oder gar Wochen später lohne sich ein Tauchgang meist nicht mehr. Bis dahin seien die Gegenstände längst von Schlamm etc überdeckt und die Suche gleiche derjenigen nach der Nadel im Heuhaufen. 

Bis anhin wurden die Schwyzer Polizeitaucher höchst selten zu solchen Einsätzen gerufen. Nicht zuletzt ist es auch eine Frage des Geldes. Denn gratis, wird weder im Kanton Zürich noch im Kanton Schwyz getaucht. Auch dann nicht, wenn die Suche erfolglos verlief. Im Kanton Schwyz wird der Einsatz nach dem normalen Gebührentarif verrechnet. Im Kanton Zürich sind es 120 Franken, die verbucht werden. Wer will, dass danach getaucht wird, könne sich umgehend bei der Polizei melden. Wem sein Schmuck dieses Geld nicht wert ist, kann nur hoffen, dass es wie kürzlich passiert durch Zufall gefunden wird. 

Bleibt zu hoffen, dass die Taucher keine Ringe und Andenken von verschmähten Liebeleien aus dem See fischen, öffentlich teilen – und damit alte Wunden aufreissen …