Gemeinde-Rating: Altendorf vor Lachen und Wollerau rangiert

Im aktuellen Gemeindenvergleich der «Weltwoche» schaffte es Altendorf an die Spitze des Kantons Schwyz und schweizweit auf Platz 16 von 921 Gemeinden.

Ganz an der Spitze der Rangliste von Schweizer Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern steht die Luzerner Gemeinde Meggen. Dahinter folgen die Zürcher Gemeinden Zollikon und Rüschlikon.Interessant sind die Ergebnisse der Schwyzer Gemeinden. Altendorf ist vom 35. Rang im Vorjahr auf den 16. Gesamtrang aufgestiegen und lässt damit steuergünstige Gemeinden mit Wollerau und Freienbach hinter sich. In den ersten 100 finden sich auch Lachen mit Platz 20 (Vorjahr 14), Wollerau (32/18), Ingenbohl (33/158), Galgenen (49/83), Schwyz (54/137) und Feusisberg (63/23).

Aus der Nachbarschaft schaffte es Richterswil auf Platz 27 während die beste Gemeinde aus dem Kanton St. Gallen erst auf Rang 226 zu finden ist (Bad Ragaz).

In Einzelranglisten führt Wollerau die Sparten tiefste Steuern für Singles je Kanton und höchste Preise für Eigentumswohnungen an. Mit Rang 9 für das Gesamtkriterium Steuern schafft es Wollerau zudem unter die besten zehn. Muotathal brilliert mit der tiefsten Arbeitslosigkeit im Kanton Schwyz.

Eine gute Mischung

Dass Altendorf tüchtig aufgeholt hat, ist wohl zu einem rechten Teil dem Faktor Wohnen (Immobilienpreise, 6. Gesamtrang) zu verdanken, der am meisten zu Buche schlägt. In der Studie werden Vorzüge wie das abwechslungsreiche Naherholungsgebiet vor der Haustüre, naher Autobahnanschluss und Vereine, die bei der Integration helfen, erwähnt. Geholfen hat auch der 15. Gesamtrang bei der Steuerbelastung.

Wobei Gemeindepräsident Beat Keller betont, dass Altendorf eine bäuerliche Gemeinde geblieben sei und nicht jedem Trend hinterherrenne. Als speziellen Pluspunkt streicht er heraus, dass im vergangenen Jahr Tagesstrukturen in der Schule eingeführt wurden. «Mit dem Ergebnis, dass zehn Kinder, die bislang Privatschulen besuchten, in die öffentlichen Schulen zurückkehrten.»

Immobilienpreise wiegen schwer

Die «Weltwoche» hat zum zehnten Mal Daten erheben und Rangpunkte verteilen lassen. Dies in jenen 921 der insgesamt 2222 Schweizer Gemeinden, die mehr als 2000 Einwohner haben. Für jede Gemeinde wurden 50 Einzelindikatoren ausgewertet, die in sieben Kategorien zusammengefasst wurden (Wohnen, Arbeitsmarkt, Bevölkerungsstruktur, Steuern, Erreichbarkeit, Versorgung und Sicherheit) Die Immobilienpreise wiegen allerdings gleich schwer wie alle anderen Kategorien zusammen.

Leute wollen mitreden

Das Gemeinderating hat auch zu Tage gefördert, dass es die Bürger schätzen, in die Gemeindepolitik miteinbezogen zu werden. Der Trend zu Befragungen, Runden Tischen und Workshops sei ein Erfolgsfaktor geworden. Dies bestätigt auch der Altendörfler Gemeindepräsident Beat Keller. Schon vor der Planung für den Park am See habe man die Bevölkerung gefragt, wie so ein Park aussehen müsste. Die 350 retournierten Fragebögen waren für die Gemeinde ein Erfolg  und es wurden verschiedene Vorschläge direkt in die Planung übernommen.

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woche.ch/gemeinderating2018.