Vier Menschen sterben bei Schiesserei in Kanada

Bei einer Schiesserei im Osten Kanadas sind am Freitag vier Menschen getötet worden, darunter zwei Polizisten. Ein Verdächtiger sei mit schweren Verletzungen festgenommen worden, teilte die Polizei von Fredericton in der Provinz New Brunswick via Twitter mit.

Das betroffene Stadtviertel wurde von einem Grossaufgebot von Sicherheitskräften für mehrere Stunden abgeriegelt. Später hob die Polizei die Blockaden wieder auf. Die Hintergründe der Schiesserei waren zunächst unklar.

Der Angriff ereignet sich morgens in einem ruhigen Wohngebiet im Norden der 60’000-Einwohner-Stadt Fredericton. Anwohner berichteten laut dem kanadischen Fernsehsender CBC von Schüssen aus einem Fenster in Richtung eines Hofs. Zwei Polizisten hätten am Boden gelegen. Viele Anwohner wurden nach eigenen Angaben durch die Schüsse gegen 07.00 Uhr (Ortszeit) aus dem Schlaf gerissen.

Schwer bewaffnete Polizisten, Rettungssanitäter und Feuerwehrleute rückten daraufhin an und sperrten die Gegend ab, wie CBC berichtete. Mehrere Bewohner von umliegenden Häusern wurden demnach von Polizisten in Sicherheit gebracht – einige der Anwohner hätten noch Schlafanzüge getragen.

Die örtlichen Behörden forderten die übrige Bevölkerung des Stadtviertels Brookside über Twitter zunächst auf, nicht nach draussen zu gehen. Gegen 10.30 Uhr hob die Polizei die Absperrungen wieder auf, weil keine Gefahr mehr bestehe.

Trudeau: «Schreckliche Neuigkeiten»

Kanadas Premierminister Justin Trudeau sprach bei Twitter von «schrecklichen Neuigkeiten». Sein Herz sei bei den Betroffenen der Schiesserei. Der Regierungschef in der Provinz New Brunswick, Brian Gallant, sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Er bete für die Toten und deren Familien, sagte er.

Erst vergangenen Monat hatte ein 29-jähriger Angreifer in der Stadt Toronto zwei Menschen getötet und 13 weitere verletzt. Bei der Schiesserei starb auch ein zehnjähriges Mädchen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Angriff für sich.