Schwyzer Gerichte müssen sich wieder mit Nuoler Justizfall befassen

Das Bundesgericht in Lausanne heisst die Beschwerde eines Ehepaars aus Nuolen gut. Die Vorinstanz muss den Sachverhalt neu beurteilen.

Der Nuoler Justizfall beschäftigt die Gerichte schon lange und das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben. Im Jahr 1999 vertrat Anwalt Linus Bruhin 30 Nuoler, die sich gegen eine Erneuerung der Kiesabbaubewilligung wehrten. 2008 habe Bruhin ohne Rücksprache mit seinen Mandanten die Einsprache zurückgezogen und dafür 12 000 Franken von der Gegenpartei kassiert, heisst es in einer Medienmittelung.

Das Kantonsgericht urteilte Ende 2017, es gebe keinen Verdacht, dass sich die Gegenpartei oder der Anwalt beim vereinbarten Rückzug der Einsprache bereichert habe. Im Vorfeld wurde der Fall dreimal zwischen dem Kantonsgericht und der Staatsanwaltschaft  hin- und hergeschoben.

Die beiden Ex-Mandanten des Anwalts warfen dem Kantonsgericht Willkür und Verweigerung des rechtlichen Gehörs vor und beanstandeten, dass es in wesentlichen Punkten den Sachverhalt falsch festgestellt hatte. Dies wurde nun auch vom Bundesgericht bestätigt. Nun heisst es «zurück auf Start»: Die Abteilung für Strafsachen des Bundesgerichts reicht die Sache zwecks Neubeurteilung an die Schwyzer Vorinstanz zurück.