Schwyzer Jäger sollen mehr Hirsche und Rehe schiessen

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Die Hirsch- und Rehbestände im Kanton Schwyz geben immer wieder zu reden. Für Land- und Forstwirtschaft hat es zu viele Wildtiere. Jäger und Wildhüter sind zwar bereit, mit der Jagd regulierend einzugreifen, vertreten den Standpunkt, dass Wald und Wild zusammengehören und ihren Platz bekommen müssen. In den vergangenen Monaten hat sich gezeigt, dass der Druck auf die Wildtiere – und die Jagd – immer grösser wird. In diesem Jahr werden pro Jäger drei (bisher zwei) Rehe freigegeben. Bei den Hirschen sollen 450 (bisher 425) geschossen werden. Was manchen besonders sauer aufstösst: Unter den 450 Hirschen sollen 360 weibliche und junge Tiere sein. 

Kein Entgegenkommen

«Nur indem weibliche Tiere erlegt werden, kann ein Bestand wirksam verkleinert werden», sagt Adrian Kälin aus Freienbach. Er ist Vizepräsident im Schwyzer Kantonalen Patentjägerverband und Mitglied der Jagdkommission. Er betont, dass die Jagdverordnung breit abgestützt ausgearbeitet und jedes Jahr neu angepasst werde. «Leider spüren wir vom Forst her aber gar kein Entgegenkommen», sagt er. Oft werde mit Zahlen operiert, die nicht aussagekräftig seien. «Es werden Verbissschäden auf wenigen Parzellen erhoben, die für hohe Wildbestände bekannt sind, und dann auf den ganzen Kanton hochgerechnet.

Das bedeutet, dass Regeln, die früher nicht waidgerecht waren, nun reglementiert gutgeheissen sind. Bisher wurde ein Jäger, der eine säugende Hirschkuh schoss, mit einer Irrtumsabschussgebühr bestraft. Nun soll er zuerst das Kalb und dann die Kuh schiessen.

Anders sieht Regierungsrat René Bünter die Problematik. Als Vorsteher des Umweltdepartements müsse er Land- und Waldwirtschaft sowie die Jagd unter einen Hut bringen. Er betont: «Ein Teil der neuen Vorschriften beruht auf dem neuen Jagdgesetz.

Fleisch kennzeichnen

Ebenfalls neu ist, dass Fleisch, das zum Verkauf bestimmt ist mit einer Karte «Wild aus Schwyzer Jagd» abzugeben ist. Diese Massnahme wurde ergriffen, weil immer mehr Wildfleisch aus anderen Kantonen oder Ländern kommt.

Neu ist auch die Aufteilung des Kantons Schwyz in vier Wildregionen.