Gemeinde Altendorf erhält Recht im ersten «Seepark-Fall»

Im Seepark in Altendorf wurden disponible Räume zu Wohnzwecken ausgebaut. Auf eine nachträglich eingereichte Baubewilligung folgte eine Bauverweigerung inklusive Anweisung zum Rückbau. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid ist nun vom Schwyzer Verwaltungsgericht abgewiesen worden.

Diskriminierung, Willkür und arglistige Begünstigung sind nur drei der Vorwürfe, welche sich die Gemeinde Altendorf im Zusammenhang mit Disponibel-Räumen in der Überbauung Seepark anhören musste. Damit könnte schon bald Schluss sein. Denn das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz hat in seinem Urteil vom 23. Mai eine entsprechende Beschwerde als unbegründet beurteilt und vollumfänglich abgewiesen. 

Gemäss dem Verwaltungsgerichtsentscheid, welcher unserer Zeitung in schriftlicher Form vorliegt, hat in diesem Fall «keine willkürliche Rechtsanwendung» stattgefunden. Der Vorwurf der rechtsungleichen Behandlung «kann nicht nachvollzogen werden», heisst es. Weiter wird festgehalten, dass «die Umnutzung des Kellers durch den Beschwerdeführer materiell rechtswidrig ist». Eine Duldung beziehungsweise Beibehaltung des rechtswidrigen Zustandes werde aufgrund der gewichtigen öffentlichen Interessen verunmöglicht. Somit muss, sofern das Urteil rechtskräftig wird, der als Wohnung genutzte Hobbyraum wieder zu einem solchen zurückgebaut und entsprechend genutzt werden.

Vorsichtig optimistisch

Noch haben die Beschwerdeführer Zeit, das Urteil an das Bundesgericht weiterzuziehen. Doch egal, ob sie diesen Schritt machen oder nicht, hat das Urteil zugunsten der Gemeinde eine Signalwirkung auf die noch laufenden, weiteren Verfahren der «Disponibel-Raum-Affäre». Seitens der Gemeinde Altendorf zeigt man sich zurückhaltend optimistisch. «Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weitere Verfahren laufen», heisst es auf Anfrage. Natürlich aber sind die Verantwortlichen zufrieden und erleichtert, dass nach dem positiven Regierungsrats-Entscheid nun auch das Verwaltungsgericht der Gemeinde Recht zuspricht.

Ausführlicher Bericht in der Printausgabe vom Donnerstag, 21. Juni 2018