NFA-Zahlungen des Kantons Schwyz knacken die 200-Millionen-Grenze

Finanzdirektor Kaspar Michel: «Der Nationale Finanzausgleich kennt nur eine Richtung – nach oben.»

«Der Nationale Finanzausgleich kennt nur eine Richtung – nach oben», sagt Finanzdirektor Kaspar Michel. 204,3 Millionen Franken muss der Kanton Schwyz im kommenden Jahr in den Ressourcenausgleich bezahlen. Das sind 5,7 Millionen Franken oder 2,9 Prozent mehr als im laufenden Jahr. «Wir müssen dankbar sein», sagt Michel mit Galgenhumor, «immerhin geht die Wachstumsrate gegenüber den Vorjahren leicht zurück.» Aus dem geografisch-topografischen Ausgleich erhält der Kanton Schwyz 6,6 Mio. Franken, in den Härteausgleich bezahlt er 1,65 Millionen. Netto resultieren für den Kanton Schwyz voraussichtliche NFA-Zahlungen von 199.3 Mio. Franken

Seit der Einführung des Nationalen Finanzausgleichs (NFA) im Jahr 2008 stiegen die NFA-Zahlungen des Kantons Schwyz um 155,6 Mio. Franken. «Das sind 321 Prozent», sagt der Finanzdirektor. 

Kompromiss muss kommen

Für Kaspar Michel ist es unhaltbar, dass das Mindestausstattungsziel von 85 Ressourcenindexpunkten deutlich übertroffen wird. «Der ressourcenschwächste Kanton Jura wird auf 88,2 Ressourcenpunkte gehoben, der Richtwert von 85 Punkte wird damit weit übertroffen,» so Michel. 

Für den Schwyzer Finanzdirektor ist klar: Der unter der Führung des ehemaligen Schwyzer Finanzdirektors Franz Marty ausgearbeitete Kompromiss der Konferenz der Kantone, der eine gesetzlich fixierte Mindestausstattung von 86,5 Ressourcenindexpunkte vorsieht, muss unbedingt kommen. Komme der Kompromiss im eigenössischen Parlament nicht zustande, werde die Diskussion um den NFA dramatisch schwierig werden. «Mit fatalen Auswirkungen auf die föderalistische Zusammenarbeit.» (hrr)