Mit der KISS Genossenschaft March gibt es eine vierte Säule im Bereich der Vorsorge

Sie bilden den ersten Vorstand der KISS Genossenschaft March: (v. l.) Heinz Näf, Guido Kälin (Revisor), Sidonia Bräuchi, Emma Nick-Lämmlin, Matthias Radtke (Präsident), Maria Wyss-Marty, Rosa Diethelm, Astrid Rüegsegger und Fridolin Zweifel. Bild Frieda Suter

Alle Generationen dürfen sich angesprochen fühlen. «Die Gründung der KISS Genossenschaft March ist ein Meilenstein», betonte am Mittwoch Matthias Radtke. Der Geschäftsleiter des Alterszentrums zur Rose in Reichenburg konnte gut 20 Personen zur Gründungsversammlung begrüssen und wurde einstimmig zum Präsidenten gewählt. Die Initiative zum neuen Angebot hatten Maria Wyss-Marty aus Lachen und Emma Nick-Lämmlin, Leiterin der Koordinationsstelle Altersfragen in Reichenburg ergriffen.

Dazu geführt hatte der grosse Umbruch in der Demografie der Bevölkerung, der sich immer mehr abzuzeichnen beginnt. Das Ziel ist, persönliche Fähigkeiten so lange und so gut wie möglich für die Gesellschaft einzubringen. Die geleisteten Stunden werden auf einem persönlichen Konto gutgeschrieben und können bei Bedarf wieder bezogen werden. «Selbstverständlich dürfen sich auch Personen anmelden, die keine Einsätze leisten können. KISS funktioniert wie die AHV», sagt Maria Wyss-Marty. Sie ist zusammen mit Emma Nick-Lämmlin auch Ansprechperson wenn es um die Mitgliedschaft bei KISS March geht. Ein Anteilschein kostet 100 Franken.

Ein breites Feld

Das Ziel der KISS Genossenschaften in der Schweiz und in anderen Ländern ist eine solidarische Zusammenarbeit aller Schichten der Gesellschaft. Die Unterstützung und Begleitung in den verschiedensten Bereichen soll dazu beitragen, dass Menschen länger in der eigenen Wohnung leben können und dass pflegende Angehörige ihre Berufstätigkeit weiterführen können. Die Liste der möglichen guten Dienste im Rahmen von Nachbarschaftshilfe ist lang und fast beliebig erweiterbar.

Noch einen Schritt weiter geht Reichenburg. Dort wird die Plattform richäburg.füränand eröffnet. Am Samstag werden das Projekt und die beteiligten Partner, Organisationen und Vereine der Öffentlichkeit vorgestellt.