Auf dem Swagelok-Areal in Lachen sollen wieder Arbeitsplätze entstehen

Fast ein Geisterhaus: Eine «Handvoll» Mitarbeiter ist momentan in der Swagelok noch mit den letzten Aufräumarbeiten beschäftigt. Danach zieht das US-Unternehmen definitiv weg und veräussert das Grundstück.Bild Oliver Bosse

Ziemlich genau ein Jahr ist es nun her, seit die Firma Swagelok die Schliessung ihrer Niederlassung in -Lachen ankündigte. Damals blieben viele Fragen offen – so beispielsweise wohin das US-Unternehmen seine Produktionsstätten verlagert, wie die Zukunft der 69 Mitarbeitenden aussieht und auch was mit dem Grundstück der Firma an der St. Gallerstrasse passieren soll. «Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns im Moment voll auf die Unterstützung unserer Mitarbeitenden konzentrieren», hiess es damals auf die oben genannten Fragen einzig. Seither ist es ruhig um die Firma geworden.

Jetzt aber tut sich etwas, wie aus Kreisen der Swagelok zu erfahren ist. Die Produktion sei bereits seit Ende Mai geschlossen. «Jetzt laufen noch die letzten Aufräumarbeiten», erklärt ein Mitarbeiter auf Anfrage unserer Zeitung. «Auch die Maschinen werden nun abtransportiert.» Aktuell seien nur noch eine Handvoll Mitarbeiter im Betrieb beschäftigt. Allen anderen sei bereits gekündigt worden. Die meisten hätten eine Anschlusslösung gefunden. Die Produktionsstätte, so viel ist auch raus, wird in die USA verlagert.

Wieder Arbeitsplätze ansiedeln

Die aber wohl wichtigste Frage für Lachen und die Region ist allerdings diejenige nach der Zukunft des Areals und ob sich wieder ein grosser Arbeitgeber dort niederlassen wird. Laut Urs Durrer, Vorsteher des Schwyzer Amts für Wirtschaft, stehen die Chancen dafür sehr gut. Sein Amt -sowie das Amt für Arbeit haben Swagelok im letzten Jahr intensiv begleitet und auch bezüglich des Areals Gespräche mit den Verantwortlichen geführt. «Es sollen auf dem Grundstück wieder langfristige Arbeitsplätze angesiedelt werden», erklärt Durrer das Ziel, dem sich auch Swagelok als Besitzerin verschrieben habe. «Natürlich hat Swagelok das letzte Wort, wem sie das Land verkauft», so Durrer. «Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass dieses Ziel erreicht wird und dort sogar mehr Arbeitsplätze als bisher geschaffen werden können.» Und er betont: «Die Zusammenarbeit mit Swagelok war immer sehr gut. Sie waren sehr kooperativ.»

Mehrere Interessenten

Es gebe mehrere Interessenten für das Grundstück, weiss Durrer. «Es kann sein, dass eine Firma es für den Eigen-bedarf kauft oder ein Investor, der dort Rahmenbedingungen für andere Firmen schafft.» Ebenfalls ungewiss sei, inwieweit die bestehenden Liegenschaften übernommen oder abgebrochen werden. «Die Werkhalle ist in sehr gutem Zustand. Es wäre denkbar, dass diese bestehen bleibt und auf der anderen Seite des Areals etwas Neues entsteht.»

Noch sei allerdings alles offen, und kein Käufer habe den Zuschlag erhalten. Die Verhandlungen befänden sich jedoch in einer heissen Phase, wie auch aus Kreisen der Swagelok bestätigt wird.