Künftig nehmen die Schwyzer Gemeinden die Abschreibungen gleichmässig vor

Der Schwyzer Kantonsrat beschloss, den Gemeinden und Bezirken künftig die lineare Abschreibungsmethode vorzuschreiben. Bild Stefan Grüter

Der Schwyzer Kantonsrat hat sich am Mittwoch beim totalrevidierten Finanzhaushaltsgesetz für die Bezirke und Gemeinden für die lineare anstelle der degressiven Abschreibungsmethode entscheiden. Dieser Entscheid fiel mit 53 zu 33 Stimmen. Bei der linearen Methode bleibt der jährliche Abschreibungsbeitrag konstant, bei der degressiven nehmen die Abschreibungen von Jahr zu Jahr ab. Die lineare Abschreibungsmethode ist im Sinne des Regierungsrats, aber auch der Mehrheit der Bezirke und Gemeinden, wie mehrere Kantonsrätinnen und Kantonsräte betonten. Die Befürworter der bisherigen, degressiven Abschreibungsmethode stellten sich auf den Standpunkt, dass diejenige Generation, die eine Investition tätigt, auch für den Grossteil der Kosten aufkommen und nicht künftige Generationen damit belasten soll. 

In der Schlussabstimmung wurde die Vorlage mit 91 zu 1 Stimmen angenommen. Nötig war die Totalrevision des Finanzhaushaltsgesetzes wegen der Einführung des neuen Harmonisierten Rechnungsmodells 2 (HRM2).

Beim Strassengesetz stand die geforderte Abschaffung der Vorteilsabgabe an. Nach einem kurzen Hin-und-Her gab es mit 43 Ja zu 43 Nein eine Patt-Situation, so dass Ratspräsidentin Karin Schwiter den Stichentscheid zugunsten der Beibehaltung der Vorteilsabgabe fällte.

Keine Änderungen erfahren zudem die Feiertage. Wenn Heiligabend auf einen Sonntag fällt, so darf an diesem Tag ein sogenannter Weihnachtsverkauf abgehalten werden. Zudem bleibt der Josefstag (19. März) weiterhin ein dem Sonntag gleich gestellter Feiertag, während der Ostermontag lediglich ein gesetzlich angeordneter Ruhetag bleibt. Diese Klassifizierung ist hinsichtlich der Arbeitsbewilligung und der Entschädigung von Bedeutung. (fan)

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