Reichmuth AG will ihre Unschuld vor Gericht beweisen

Die Reichmuth AG aus Freienbach wehrt sich gegen den Vorwurf, zusammen mit sieben anderen Strassen- und Tiefbauunternehmen illegale Preisabsprachen getroffen zu haben.

Ermittlungen der Wettbewerbskommission des Bundes (Weko) brachten einen Bauskandal riesigen Ausmasses in der Region ans Licht. Es geht um acht Strassen- und Tiefbaufirmen, die über Jahre illegale Preisabsprachen getroffen haben sollen. So sollen sich die Firmen Aufträge mit einem Volumen von 210 Mio. Fr. zu vorher festgelegten Preisen gegenseitig zugeschanzt haben, indem sie die Offerten aufeinander abstimmten. Tief in den Skandal verstrickt ist laut Weko auch die Freienbacher Reichmuth AG. Detailliert zeigt dies ihre kürzlich veröffentlichte Sanktionsverfügung. Die Reichmuth AG soll an den sogenannten Marktabklärungssitzungen nicht nur teilgenommen, sondern diese auch teilweise in den eigenen Räumlichkeiten abgehalten haben. Für die Weko ist der Fall klar: Die Reichmuth AG hat bei den Betrügereien munter mitgemischt und soll nun Verfahrenskosten und Busse von mehreren Hunderttausend Franken bezahlen.

Die Reichmuth AG wehrt sich aber offensiv gegen die Vorwürfe und die auferlegte Strafe. In einer Medienmitteilung vom Mittwoch distanziert sich das Höfner Unternehmen klar von jeglichen unlauteren Handlungsweisen. «Bis jetzt hat uns nur die Weko als Untersuchungsbehörde verurteilt, nicht aber ein Gericht», erklärt Bauunternehmer Heiner Reichmuth auf Anfrage. Er warnt vor einer Vorverurteilung. Es gelte nun, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts abzuwarten, an das man den Fall weitergezogen hat. «Ich bin überzeugt, dass wir Recht bekommen.» Wenn nicht, gehe man noch einen Schritt weiter.

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