Die Spitäler Lachen und Einsiedeln wollen fusionieren

Peter Suter (VR-Prädient Spital Lachen, links) und Markus Hauenstein (Stiftungsratspräsident Spital Einsiedeln) haben die Idee einer Spitalfusion ausgearbeitet.

Es ist eine Überraschung – und irgendwie auch nicht: Die beiden Spitäler Lachen und Einsiedeln planen eine gemeinsame Zukunft. Im vergangenen November sassen Peter Suter, Verwaltungsratspräsident der Spital Lachen AG, und Markus Hauenstein, Präsident der Stiftung Krankenhaus Maria zum finstern Wald, erstmals zusammen und sprachen die Idee laut aus. Sieben Sitzungen später präsentierten sie ihre Idee letzte Woche im Verwaltungs- respektive Stiftungsrat und erhielten grünes Licht, um ein konkretes Konzept auszuarbeiten. Der Kreis der Mitwisser war klein: Lediglich zwei weitere Personen aus den beiden Gremien waren in die Pläne eingeweiht. Erst vorgestern Abend informierten Suter und Hauenstein die beiden Spitaldirektoren Evelyne Reich, Lachen, und Reto Jeger, Einsiedeln. Deren Reaktion war laut Hauenstein positiv. Gestern Nachmittag wurden auch die Mitarbeitenden über die Absichten orientiert.

Patienten zurückgewinnen

Erklärtes Ziel der Fusion ist, diejenigen Einwohner, die sich ausserhalb des Kantons behandeln lassen – es sind jährlich mehr als 10 000 Personen –, zurückzugewinnen. «Das Geld soll hier bleiben», so Suter. Mit dem Zusammenschluss sei gewährleistet, dass die beiden Spitäler über ein qualitativ hoch stehendes Angebot verfügen, das mit demjenigen der Konkurrenz ohne Weiteres mithalten kann. 

Noch vor wenigen Jahren war ein Zusammenschluss der beiden Regionalspitäler ein undenkbares Szenario. Einsiedeln drohte die Spitalschliessung und galt als Übernahmekandidat. An eine Fusion war nicht zu denken. Mittlerweile hat sich die Ausgangslage geändert. Einsiedeln existiert noch, steht aber genau wie Lachen vor diversen grossen Herausforderungen: steigende Gesundheitskosten, ungenügende Fallzahlen, Fachkräftemangel oder grosser Wettbewerbsdruck. Angesichts dessen sei ein Alleingang nicht zielführend, geben sich Suter und Hauenstein überzeugt. Wenn per Januar 2019 im Kanton Schwyz tatsächlich Minimalfallzahlen eingeführt würden – und es sieht sehr danach aus – könne weder das eine noch das andere Spital überleben, erklärten sie.  «Vor diesem Hintergrund macht es Sinn, die Herausforderungen gemeinsam anzupacken», so Suter. «Die Zeit ist absolut reif dafür.»