Fakten und Splitter zur WM 2018

Sechs Schweizer sind bereits beim Gewinn der Silbermedaille an der WM 2013 mit dabei. Weitere Fakten und Splitter zur WM in Dänemark.

Sechs Doppel-Medaillengewinner

Sechs Mitglieder des Schweizer Nationalteams durften sich am Sonntag in Kopenhagen zum zweiten Mal nach 2013 eine Silbermedaille umhängen lassen: Trainer Patrick Fischer, der in Stockholm als Assistent von Sean Simpson bereits dabei war, sowie die fünf Spieler Reto Berra, Raphael Diaz, Roman Josi, Simon Moser und Nino Niederreiter.

Kein Schweizer ausgezeichnet

2013 in Stockholm war Roman Josi zum wertvollsten Spieler (MVP) und zum besten Verteidiger des WM-Turniers gewählt worden. Zudem hatte es neben Josi auch Julien Vauclair in das Allstar-Team geschafft. Dieses Mal wurde kein Schweizer ausgezeichnet, weder von der IIHF noch von den Medienvertretern, die jeweils das Allstar-Team bestimmen. Der MVP-Award ging an den amerikanischen Stürmer Patrick Kane.

Zum dritten Mal im Penaltyschiessen

In den Anfangszeiten der Eishockey-Geschichte war die WM an einzelnen Turnieren bereits mit einem Finalspiel entschieden worden. Aber erst seit 1992 gehört ein entscheidendes Spiel zum fixen Programm. Erst zum dritten Mal nach 1994 und 2017 wurde dieses am Sonntag im Penaltyschiessen entschieden. 1994 setzte sich Kanada gegen Finnland durch, vor einem Jahr die Schweden gegen die Kanadier (jeweils 2:1 n.P.).

Erfolgreicher als die USA

Es kommt selten vor im Eishockey, dass eine Nation ausserhalb der Topnationen bis in den WM-Final vorstösst. Nur die Schweiz (2013 und 2017) und die Slowakei (2012) schafften dies in der jüngeren Vergangenheit. Interessant: Die USA standen noch gar nie in einem Final, seit dieser 1992 wieder eingeführt worden war. Die letzte Top-2-Klassierung des Bronze-Medaillengewinners von Kopenhagen an einer WM: der Titel 1960 am Heimturnier in Squaw Valley (die Olympischen Spiele zählten damals offiziell als WM).

Nur sechsmal gabs mehr Zuschauer

Es sei nicht ohne Risiko gewesen, die WM nach Dänemark, in ein Land mit wenig Eishockey-Tradition, zu vergeben, sagten die Verantwortlichen der IIHF am Wochenende. Die Angst war unbegründet. 520«481 Zuschauer besuchten die 64 Spiele in Kopenhagen und Herning. Das ist der siebthöchste Wert in der Geschichte der Eishockey-WM. Gerechnet hatten die Organisatoren mit 300»000. Den Zuschauerrekord hält die WM 2015 in Prag und Ostrava mit 741’690 Fans.